Dämmerungssprintschwimmen in Gronau
TVE räumt zu später Stunde ab

Greven -

Die Schwimmer des TVE treten in Gronau den Beweis an, dass sie auch zu später Stunde zu herausragenden Resultaten in der Lage sind. Für eine Athletin ist der Wettkampf eine Art Abschiedsvorstellung.

Dienstag, 04.07.2017, 11:46 Uhr aktualisiert: 05.07.2017, 16:15 Uhr
Jia-Ming Shi zeigte bei ihrem vorerst letzten Wettkampf für den TVE noch einmal, was sie drauf hat und wurde Gesamt-Zweite.
Jia-Ming Shi zeigte bei ihrem vorerst letzten Wettkampf für den TVE noch einmal, was sie drauf hat und wurde Gesamt-Zweite. Foto: TVE Greven

Eigentlich gilt bei Schwimmern die Devise: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Doch am Samstag waren eher die Nachteulen im Schwimmbecken gefordert. Denn das Dämmerungs-Sprint-Schwimmen im Parkfreibad Gronau startete erst um halb acht abends. Entsprechend ausgeschlafen gingen die zehn Schwimmer des TVE Greven zu Werke. Nahezu alles, was es zu gewinnen gab, ging an Grevener Aktive.

Den Anfang machte Jia-Ming Shi (Jahrgang 2000), die wegen ihres bevorstehenden Studiums den vorerst letzten Wettkampf für den TVE absolvierte. Etwas überraschend belegte sie in der Gesamtwertung der vier 50-Meter-Strecken über Schmetterling, Rücken, Brust und Freistil den zweiten Platz, obwohl sie in den Einzelentscheidungen nie unter den ersten drei anschlug, doch ihre Konstanz machte sich am Ende bezahlt.

Noch erfolgreicher waren die Grevener Männer. Hier siegte Jan Kleimeier (1988) vor Niels Albrecht (1998) und Lars Zeggelaar (2000). Die drei starteten durchweg in den letzten Läufen und ließen den Schwimmern der anderen Vereine keine Chance.

Dahinter platzierten sich die weiteren TVE-Schwimmer. Sophie Zeggelaar (2001) belegte den sechsten Platz, Charles-Darwin Fromme (2001) wurde Neunter und Maximilian Schülling (2003) erreichte Rang zwölf.

Spannend wurde es im Jahrgang 2004. Erneut lieferten sich Hannah Grabbe, Sophie Kroner und Lucy Springensguth ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Immer wieder wechselte nach den verschieden Disziplinen die Führung. Schließlich konnte sich Grabbe als beste dieses Trios als Elfte platzieren, vor Kroner auf Platz zwölf und Springensguth auf Rand 15.

Neben den Einzelrennen waren die Grevener Schwimmer auch in den Staffeln sehr erfolgreich. Fünfmal gingen sie an den Start, jedes Mal gewannen sie auch. Um die Belastung durch die vielen Starts für den Einzelnen in Grenzen zu halten, wurde immer wieder die Aufstellung geändert, so dass jeder mindestens einmal im Team starten durfte.

Die größte Überraschung gab es dann ganz am Ende: Mit deutlichem Vorsprung sicherte sich das Grevener Team noch den Sieg in der Vereinswertung, obwohl sie mit den wenigsten Schwimmern am Wettkampf teilgenommen hatten. Begünstigt wurde der Erfolg durch die Regelung, dass in die Teamwertung nur die Ergebnisse der Offenen Klasse und der Staffeln eingingen.

Jan Kleimeier, der neben seinen Einzel- und Staffelstarts die Rolle des Trainers übernahm, zeigte sich nach dem Wettkampf vor allem vom tollen Teamgeist begeistert: „Jeder wurde unterstützt und angefeuert, Wärmemäntel wurden geteilt und jeder gönnte seinen Vereinskameraden die Erfolge.“

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