Fußball
Maurice Seikowski von BW Greven schnappt sich die Kanone

Mit gerade einmal 22 Jahren will Maurice Seikowski selbstständig ein Gewerbe in Greven betreiben. Was der studierte Sportökonom genau vorhat, verrät er noch nicht. Mit seinen Qualitäten als Fußballer hat er in der vergangenen Saison nicht hinterm Berg gehalten. Mit 26 Toren schoss er die DJK BW Greven zum Aufstieg und holte sich darüber hinaus den Torjägerpokal unserer Zeitung.

Mittwoch, 19.07.2017, 19:36 Uhr aktualisiert: 19.07.2017, 19:40 Uhr
Maurice Seikowski (r.) hat sich mit 26 Toren den Torjägerpokal verdient.
Maurice Seikowski (r.) hat sich mit 26 Toren den Torjägerpokal verdient. Foto: Mario Witthake

„Ich habe gar nicht damit gerechnet“, sagt Seikowski ganz bescheiden. „Ich bin ja gar nicht der Stürmer, sondern eher der Typ, der über die Außenbahn kommt.“ Vorne drin spielt ja bei den Blau-Weißen Torben Mais. Der echte Angreifer hat nur dreimal weniger getroffen. Mais fuchst es, dass er die Torjägerkanone nicht geholt hat. „Das glaube ich gerne“, kommentiert Seikowski süffisant.

Dass sich in der B-Liga ein richtig guter Knipser entwickelt hat, ist auch anderen Vereinen nicht verborgen geblieben. Der Westfalenligist BSV Roxel, der mit Jonas Wiethölter schon gute Erfahrungen gemacht hatte, klopfte wie viele andere Vereine im Winter an.

Seikowski sagte Roxel zu, um wegen seiner beruflichen Pläne, die sich „kurzfristig ergeben haben“, doch wieder abzusagen. Sein Trainer Peter Lakenbrink meint, dass der Rückzieher auch mit dem Wohlfühlfaktor bei der DJK zusammenhängt. Seikowski sagt dazu: „Ich bin in die Mannschaft reingewachsen. Wenn man wie ich schon drei Jahre im Seniorenbereich spielt, dann übernimmt man automatisch mehr Verantwortung.“ Wenn so viele Tore dazukommen, dann sowieso.

Dabei ist Maurice Seikowski gar kein richtiger Blau-Weißer. Das Kicken hat er in Reckenfeld gelernt, ehe er in der C-Jugend zwei Jahre für die DJK spielte. Es folgten vier Juniorenjahre beim SC Greven 09, wo er unter Andrea Balderi auch erste Einsätze in der ersten Mannschaft hatte. „Weil der Aufwand zu groß war“, zog es ihn als frischer Senior aber wieder zur DJK.

Selbstbewusst ist nicht nur der 22-Jährige, sondern die gesamte Mannschaft des Aufsteigers. Torben Mais will einen neuen Anlauf auf die Torjägerkanone nehmen und hat sich schon auf eine Wette eingelassen mit dem Klub-Vorsitzenden Stephan Bothe. 20 Treffer sollen es in der A-Liga werden.

Die Coaches Peter Lakenbrink und Henrik Mester wollen sich im Mittelfeld etablieren. Und Seikowski ist davon überzeugt, „dass wir uns etablieren werden. Ich glaube, dass die anderen uns unterschätzen.“

Den besten Torschützen 2016/17 sollten die Gegner auf keinen Fall unterschätzen.

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