Leichtathletik: U20-Europameisterschaft in Grosseto
Meike Gerlach holt Silber und bleibt ganz bescheiden

greven/Grosseto -

Greven. Herrlich bescheiden bleibt Meike Gerlach. „Ich bin froh, dass ich überhaupt laufen durfte“, sagt die frischgebackene Silbermedaillen-Gewinnerin, während sie am Montagmittag am Flughafen in Rom auf das Zeichen für den Abflug wartet.

Montag, 24.07.2017, 13:33 Uhr aktualisiert: 24.07.2017, 17:24 Uhr
Erfolgreiche Staffelübergabe: Meike Gerlach hatte als zweite Läuferin des Deutschen U20-Teams großen Anteil am Gewinn der Silbermedaille im italienischen Grosseto.
Erfolgreiche Staffelübergabe: Meike Gerlach hatte als zweite Läuferin des Deutschen U20-Teams großen Anteil am Gewinn der Silbermedaille im italienischen Grosseto. Foto: Iris Hensel

Tags zuvor ist die 18-Jährige Leichtathletin, die in Greven wohnt und beim SC Falke Saerbeck als Sprinterin groß geworden ist, leistungstechnisch abgehoben. Obwohl ihr im März noch Kraft auf der ungewohnt langen Distanz fehlte, steigerte sie sich bei der U20-Europameisterschaft im italienischen Grosseto kontinuierlich. In der 4x400-Meter-Staffel toppte sie für die Deutsche Mannschaft ihre erstklassige Zeit aus dem Vorlauf – mit 53,3 Sekunden war sie fast zwei Sekunden schneller als ihre drei Teamkolleginnen – im Finale noch einmal.

Als zweite Läuferin nach Vanessa Aniteye übernahm sie als Führende die Staffel und hielt den Vorsprung dank hervorragender 52,7 Sekunden vor der Ukraine aufrecht. Allerdings rückte auch die Staffel Großbritanniens an Deutschland heran. Die dritte Läuferin Alica Schmidt geriet gegenüber Ukraines Iryna Marchak und Ella Barrett aus dem Königreich ins Hintertreffen. Die Bronzemedaille war die Momentaufnahme.

Allerdings mussten die deutschenn Mädels um Edelmetall zittern, weil auch Frankreichs dritte Läuferin Iman Jean mächtig Dampf machte.

„Dann hat unsere Schlussläuferin alles herausgeholt“, erklärt Gerlach freudestrahlend. Corinna Schwab, die im Vorlauf noch außen vor geblieben war, überholte die britische Equipe und ließ sich anschließend feiern.

„Das Größte, das ich bisher erreicht habe“, ordnete Gerlach diesen Erfolg ein. Auch ihr Trainer Peter Seiffert, der in Grosseto vor Ort war, aber keinen Einfluss auf die Aufstellung Thomas Kremers hatte, war aus dem Häuschen: „In einem erstklassigen Rennen hatte Meike erheblichen Anteil an der Silbermedaille. Damit darf sie sich von nun an Vize-Europameisterin nennen und mit großem Stolz auf ihre erste internationale Meisterschaft zurückblicken.“

Echte Leistung und echte Freude, das kommt bei Meike Gerlach rüber. Sei sei „überhaupt nicht traurig“, dass die Goldmedaille an die Ukraine ging. Noch am Sonntagabend, das Rennen fand um 20 Uhr Ortszeit statt, gratulierten die ersten Daheimgebliebenen. Wenn Gerlach am späten Montagabend, um etwa 20 Uhr, am FMO ankommt, werden Freunde und Familie den Empfang bereiten.

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