Indiaca: WM in Polen
Reckenfelder Duo hofft auf Medaillen

Reckenfeld -

Was den Sport angeht, ist Mareike Schur nachtragend. Vor vier Jahren wollte sie bei der Indiaca-WM im eigenen Land Gold gewinnen. Es wurde ‚nur‘ Silber, weil die Schweiz im Finale besser war. Nun will sie die Rechnung begleichen, wenn sich die überschaubare Elite dieses Sports in Polen trifft. Schur fährt nicht allein. Ihr Teamkollege vom SC Reckenfeld, Markus Höffker, hofft ebenfalls auf den Gewinn einer Medaille.

Samstag, 29.07.2017, 13:37 Uhr aktualisiert: 30.07.2017, 18:11 Uhr
Die Reckenfelder Mareike Schur und Markus Höffker gehören zur Delegation der Nationalmannschaft, die in einer Woche nach Rozogi aufbricht.
Die Reckenfelder Mareike Schur und Markus Höffker gehören zur Delegation der Nationalmannschaft, die in einer Woche nach Rozogi aufbricht. Foto: Mario Witthake

Luxemburg, Estland, Japan, Belgien, die Schweiz, Gastgeber Polen und eben Deutschland. Sieben Nationen stellen in insgesamt sechs Klassen ein Team für die Titelkämpfe vom 7. bis 12. August in Rozogi. Für Südkorea kommen die Wettkämpfe zu früh. So bescheiden die Aufmerksamkeit für das Rückschlagspiel mit dem überdimensionierten Federball ist, so bescheiden kommt die WM-Stätte daher. Rozogi liegt in den Masuren. Nicht einmal 6000 Einwohner zählt die kleine Gemeinde. Die Indiaca-Begeisterten können und werden es sich gemütlich machen.

Deutschland ist nach wie vor eine führende Nation in dieser dem Volleyball ähnlichen Sportart, obwohl Japan mit der Begeisterung von rund einer Million Aktiven aufholt. Indiaca ist zum Beispiel in Reckenfeld so beliebt, weil er in jedem Alter gespielt werden kann. Beim SCR ist unter rund 50 Mitgliedern alles dabei von 20 bis 80 Jahren. Für jedes Alter geeignet, das gilt nicht so ganz für Mareike Schur. „Ich bin mit 35 zu alt für die Frauen 19 und zu jung für die Frauen 40.“ Deshalb fährt sie als Co-Trainer von Marc-Philipp Geßner ins Nachbarland. Im zehnköpfigen Kader sind drei Frauen aus Malterdingen bei Freiburg vertreten. Zwei aus Dülmen und Kamen, ergänzt von je einer Spielerin aus Karlsruhe, Haltern und Wattenscheid. „In den letzten eineinhalb Jahren haben wir acht bis zehn Lehrgänge gehabt“, schildert Schur den Trainingsumfang.

Viele weite Fahrten hat Markus Höffker im Vorfeld des Saisonhöhepunkts auf sich genommen. Der 45-Jährige hat es vor vier Jahren bei der Heim-WM nicht in den Kader geschafft. Jetzt ist er bei den Männern 40 mit von der Partie. Der Kern seines Teams kommt aus Süddeutschland, wo dann auch die Lehrgänge stattgefunden haben. „Vier von sieben habe ich mitgemacht“, berichtet Höffker. Das haben die Bundestrainer Jochen Köcher und Sven Kleinert mit der Nominierung honoriert. Der Reckenfelder weiß, was er will: „Wenn man da schon hinfährt, dann, um zu gewinnen.“

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