Tennis: Wieschhörster Mixed-Cup
Triumph der Maurers beim Mixed-Cup

Greven -

Blut, Schweiß und Tränen – sieben Tage sind seitdem vergangen. Eine Woche her, dass hier so richtig die Asche glühte. Die Bezirksmeisterschaften in der Kroner Heide, das war Tennis im emotionalen Schleudergang. An diesem Sonntag ist es irgendwie Zeit, ein bisschen runterzukommen. „Heute gibt es 30 Prozent Ehrgeiz und 70 Prozent Spaß“, sagt Elmar Wimber.

Dienstag, 08.08.2017, 00:00 Uhr aktualisiert: 08.08.2017, 12:55 Uhr
Vereinschef Elmar Wimber spielte mit, die Maurers jubelten: Beim Mixed-Cup trafen sich Grevens Tennisdoppel. Désirée und Stephan Maurer (kl. Bild, Mitte) besiegten im Finale Nicola und Ingo Leopold (r.).
Vereinschef Elmar Wimber spielte mit, die Maurers jubelten: Beim Mixed-Cup trafen sich Grevens Tennisdoppel. Désirée und Stephan Maurer (kl. Bild, Mitte) besiegten im Finale Nicola und Ingo Leopold (r.). Foto: Stefan Bamberg

Der Vorsitzende des TC Rot-Weiß Greven kommt gerade frisch vom Court, siegreich wohlgemerkt. Beim Wieschhörster Mixed-Cup am Sonntag greift der Vereinschef selbst zum Schläger. „El Presidente“, wie ihn die Vereinskollegen am Rand nennen, bildet mit Petra Grewe-Kemper eines der 16 Doppel beim längst kultigen Kräftemessen der hiesigen Tennisclubs. Teams von „TOP Tennis“, der noch relativ jungen Tennisabteilung der DJK Blau-Weiß, sind dabei. Die Freunde aus Reckenfeld ausnahmsweise nicht, dafür erstmals ein Doppel vom TV Emsdetten. Ehepaare und Vereinskollegen. Doppel-Debütanten und alte Mixed-Füchse. „Unser Herrmann Gottschling zum Beispiel ist ein ausgewiesener Doppelspezialist.“ Pünktlich zum Doppel ist das rot-weiße Urgestein on fire, spielt mit Lisveta Büter-Mumpro selbstredend wieder eine gute Rolle – und schafft es immerhin ins C-Finale. Als Titelverteidiger aber gehen Lothar und Christiane Denecke, ebenfalls aus den Reihen der Gastgeber, ins Rennen. Sie kriegen im Semifinale mit Désirée und Stephan Maurer das Los des Schreckens – die Maurers behalten aber einen kühlen Kopf und ziehen ins Endspiel ein. „Dieses vereinsinterne Duell war eine super spannende Konstellation“, meint Wimber. „Das Ding wollten sie natürlich beide unbedingt gewinnen, eine heiße Kiste.“

Unabhängig von heißen Kisten und kühlen Köpfen bringt die Mixed-Variante für alle willkommene Abwechslung in den Tennis-Kalender. „Sie ist aber auch wertvolles Training“, weiß Wimber. „Um vernünftig Doppel zu spielen, braucht es viel Aufmerksamkeit, man muss permanent miteinander reden.“ Da geht es ums perfekte Timing, da schlägt intelligentes Spiel fast immer die Voll-auf-die-Zwölf-Methode. Kaum zu glauben eigentlich, dass das Mixed-Doppel in der großen, weiten Tennis-Welt doch noch eher ein Schattendasein fristet. Zumal: „Als Mann“, lacht Elmar Wimber, „wird man da oft auch ein wenig geerdet, wenn man zu aggressiv spielt. Da gibt‘s auch schon mal einen bösen Blick von der Doppel-Partnerin.“

Böse Blicke tauschen Nicola und Ingo Leopold im Laufe des Nachmittags freilich höchst selten aus – für Vater und Tochter, er von „TOP“, sie von Rot-Weiß, ist das Turnier ein gemeinsames Highlight. Auch sportlich: Das Duo schafft es ins Finale gegen die Maurers. Und das wird sehenswert: Die ersten fünf Spiele verlaufen sehr ausgeglichen, dann zündet Ehepaar Maurer den Turbo. Stephan mit mehreren krachenden Assen, Désirée räumt vorne am Netz auf – 7:3 am Ende. Um kurz nach 19 Uhr präsentieren sie stolz den Pokal, derweil sich die ausgeschiedenen Paare schon aufs gemeinsame Abendessen freuen. Das Wetter? Längst sonnig. Das Turnier? Heiter bis sportlich.

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