Tennis: Sparkassen-Doppel-Cup
Doppel-Cup bei Rot-Weiß: Wie Becker und Stich – nur besser gelaunt

Greven -

Die Idee hat Charme: Beim Doppel-Cup des TC Rot-Weiß werden die Paarungen nicht nach Vereinszugehörigkeit, sondern nach Spielstärke zusammen gestellt. Ein Doppel harmoniert am Sonntag besonders gut.

Dienstag, 08.08.2017, 10:00 Uhr aktualisiert: 11.08.2017, 15:04 Uhr
Doppelsieger mit Pokal:  Lothar Denecke (2.v.l) und Michael Fitting (r.) setzten sich durch und erhielten von Sparkassen-Chef Christian Tophoff den Pokal. Youngsters und Oldies: Harald Tiedemann von RW Greven war der älteste Teilnehmer beim Herren-Doppelcup – gut ist er immer noch. Vereinsübergreifende Spielfreude: Am Doppel-Cup nahmen elf Spieler aus vier Clubs teil – und harmonierten prächtig.
Doppelsieger mit Pokal:  Lothar Denecke (2.v.l) und Michael Fitting (r.) setzten sich durch und erhielten von Sparkassen-Chef Christian Tophoff den Pokal. Youngsters und Oldies: Harald Tiedemann von RW Greven war der älteste Teilnehmer beim Herren-Doppelcup – gut ist er immer noch. Vereinsübergreifende Spielfreude: Am Doppel-Cup nahmen elf Spieler aus vier Clubs teil – und harmonierten prächtig. Foto: TC RW Greven

Sie mochten sich halt einfach nicht. Boris Becker und Michael Stich, Olympische Spiele 1992 in Barcelona. Zwei Intimfeinde, ein Ziel: Gold. Man weiß, was damals passierte. Als es um die Wurst ging, rissen sie sich zusammen.

Fast genau zweieinhalb Jahrzehnte später in der Kroner Heide: Beim Herren-Doppel-Cup des TC Rot-Weiß Greven kann man sich seinen Doppelpartner auch nicht aussuchen. „Einige hier spielen zum ersten Mal zusammen“, sagt Turnierchef Uli Hannemann, der die Paarungen im Vorfeld zusammengestellt hat. „Genau das macht es so spannend.“

Allerdings ist das dann doch so ziemlich die einzige Parallele zur kurzen Becker-Stich-Olympia-Romanze von vor 25 Jahren. Denn: Die Laune neben dem Platz ist doch bedeutend besser als das Binnenverhältnis zwischen „Bumm-Bumm-Becker“ und dem „Spieler Stich“, wie Boris seinen Intimfeind verächtlich nannte. Beim großen Treffen der Haute Couture der hiesigen Tennis-Oldies essen sie abends sogar zusammen Lasagne. Und freuen sich merklich übers sportlich-gesellige Wiedersehen: „Die Spieler kennen sich natürlich bestens“, weiß Hannemann. „Und sie haben alle viel Erfahrung, da ist es kein Problem, sich auf einen neuen Doppelpartner einzustellen.“

Zwölf Duos gehen an den Start: elf Athleten aus den Reihen der Gastgeber, sieben von der DJK Blau-Weiß, vier Grün-Weiße aus Reckenfeld – und erstmals auch zwei Sportsfreunde vom TV Emsdetten. „Mit denen pflegen wir schon lange eine gute Freundschaft“, erzählt Hannemann.

Mit viel Schwung stürzen sich die Paarungen am Mittag in ihre Duelle, knappe Ü 30er und alte Haudegen – RW-Urgestein Harald Tiedemann ist der Dinosaurier auf den Courts – wollen es so richtig wissen. Aber: „Die Spieler sind zwar ehrgeizig, doch sie übertreiben es nicht, sind nicht verbissen. Das ist sehr angenehm.“

Nach sechs Stunden mit knackigen Ballwechseln verleiht Hannemann – seit der ersten Auflage vor elf Jahren mit dabei – die Pokale: Lothar Denecke vom TC Rot-Weiß jubelt im Gespann mit Michael Fitting von der DJK.

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