Tischtennis: Verbandsliga
Kurzer Prozess

Greven -

Nach zwei Siegen aus drei Spielen spricht man bei der DJK Greven von einem guten Saisonstart in die Tischtennisverbandsliga. Im Heimspiel gegen den TSV Marl-Hüls ging alles viel schneller als im Vorfeld erwartet. Das lag vor allem an den Gästen.

Sonntag, 24.09.2017, 17:48 Uhr aktualisiert: 24.09.2017, 18:31 Uhr
Klare Angelegenheit: Auch wenn Stephan Bothe selbst am Samstag eine Niederlage kassierte, er und seine Mitspieler machten im Heimspiel gegen den TSV Marl-Hüls kurzen Prozess mit dem Schlusslicht.
Klare Angelegenheit: Auch wenn Stephan Bothe selbst am Samstag eine Niederlage kassierte, er und seine Mitspieler machten im Heimspiel gegen den TSV Marl-Hüls kurzen Prozess mit dem Schlusslicht. Foto: Ulrich Schaper

Gerade eine Stunde war die Verbandsliga-Partie zwischen der DJK Blau-Weiß und dem TSV Marl-Hüls alt, da war von Spannung bereits nichts mehr zu spüren. Beim Zwischenstand von 5:1 stellte sich am Samstagabend nicht die Frage wer, sondern vielmehr wie hoch Gastgeber Greven gewinnen würde. Eine Stunde später folgte die Gewissheit in Form eines 9:3-Endstandes. Ein Ergebnis, das vor allem der Personalsituation geschuldet war.

Vor zwei Wochen waren es die Grevener, die ohne ihr Spitzenpersonal in Lüdinghausen nicht den Hauch einer Chance besaßen. An diesem Samstagabend lag es an den Marlern, die Erfahrung zu machen, dass man in der Verbandsliga in der Regel nur in kompletter Besetzung bestehen kann. „Die Liga ist zu gut, als dass man den Ausfall der Nummern eins und zwei kompensieren kann“, erklärte Grevens Stephan Bothe, warum Marl von Beginn an auf verlorenem Posten stand. Ohne den an eins gesetzten und bisher noch ungeschlagenen Philip Brosch, der sich für seinen Auftritt beim Westdeutschen Ranglistenturnier tags darauf eine Liga-Auszeit nahm, und ohne seine etatmäßige Nummer zwei, den verletzten Dominik Reiss, hatte der TSV Marl-Hüls auch im dritten Saisonspiel wenig zu bestellen.

Kurzen Prozess mit ihren Herausforderern machten schon die beiden Grevener Auftaktdoppel. Max Haddick und Stephan Bothe gaben ebenso keinen Satz ab wie Matthias Kaltmeier und Roman Lakenbrink, der zu seinem dritten Verbandsliga-Einsatz kam, weil mit Milan Heidkamp (2) und Torsten Radke ebenfalls zwei Spieler auf Grevener Seite zu ersetzen waren. Das Schließen dieser Lücken gelang den DJKlern augenscheinlich besser als ihren Gästen, die zwar den dritten Doppelpunkt gegen Reinhard Rothe und Rajeevan Sithamparanathan für sich verbuchten, in den folgenden Einzeln aber chancenlos blieben.

Haddick (3:1), Bothe (3:0), Kaltmeier (3:1), Rothe (3:1), Sithamparanathan (3:0) und nicht zuletzt Youngster Lakenbrink (3:2): sie alle schaukelten ihre Einzeln mehr oder weniger deutlich nach Hause und schraubten die Führung uneinholbar auf 8:1 in die Höhe.

Den Deckel drauf machte an diesem Abend Matthias Kaltmeier, nachdem sich Max Haddick und Stephan Bothe zwei Niederlagen erlaubten, die nur zur Folge hatten, dass sich das Ende dieser einseitigen und voraussehbaren Angelegenheit um ein paar Minuten verzögerte. So kommt die DJK derzeit auch ohne Tischtennis-Krimi aus, den sie in der Vergangenheit zu Genüge serviert hatten. Nach drei Spieltagen rangiert das Team in der Verbandsliga mit 4:2 Zählern auf Rang vier, hält für den Moment zwei Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt auf Distanz und hat sich für die kommenden Aufgaben eines ins Stammbuch geschrieben. Bothe: „Es gilt, häufig die besten Leute an die Tische zu bringen.“ Für alles andere scheint diese Verbandsliga zu gut.

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