Jugendfußball: Bezirksliga
Allegro, der Solo-Künstler

Greven -

Da war mächtig Musik in der Partie zwischen den B-Junioren des SC Greven 09 und denen aus Olfen. Am Ende eines hitzigen Spiels bewahren die Gastgeber nicht nur die Ruhe, sondern behalten auch die drei Punkte.

Dienstag, 26.09.2017, 12:44 Uhr
Setzt den gelungen Schlusspunkt: Salvatore Allegro traf gegen Olfen zunächst per Abstauber (48.), um dann per sehenswertem Solo das 5:1 zu markieren.
Setzt den gelungen Schlusspunkt: Salvatore Allegro traf gegen Olfen zunächst per Abstauber (48.), um dann per sehenswertem Solo das 5:1 zu markieren. Foto: Stefan Bamberg

Am besten schnell weg! Alles ist nach Plan gelaufen. Gut gespielt, nach Lust und Laune geknipst, zweiter Sieg in Folge, 5:1 (3:1) gegen den SuS Olfen – coole Nummer für die Bezirksliga-B-Jugend des SC Greven 09. Dennoch müssen Fabian Kurney und Marvin Schulze-Gronover nach dem Schlusspfiff erst mal hauptsächlich eines: für Ruhe sorgen.

Einatmen, ausatmen. Sich bloß nicht provozieren lassen. Die Atmosphäre in der Schöneflieth ist nämlich aufgeladen: Nach jeder Menge pubertärem Testosteron von der Olfener Seitenlinie muss man als neutraler Beobachter doch auch über das ganze Drumherum sprechen – schade eigentlich. Um eines keinesfalls unter den Tisch fallen zu lassen: „An unserer Leistung gibt es nicht viel zu meckern“, bemerkt Kurney. Stimmt: Am Wahl-Sonntag treffen die 09er in den meisten Fällen die goldrichtigen Entscheidungen. Für die Gäste trifft das freilich nicht zu: Die Olfener sind nicht nur spielerisch unterlegen, sondern auch in Sachen Fairplay.

Ja, Schiri Charles McIntosh hat die Karten sehr, sehr locker sitzen. Fünf auf beiden Seiten. Dazu drei Zeitstrafen. Auch die 09er lassen sich in ein, zwei Szenen zum Mitzanken animieren. Doch es sind schlicht ungezogene Kommentare, die da – im Angesicht der Niederlage – Richtung Gegner und Referee von der Gäste-Bank kommen. Da stellt man sich auch über den Fußball hinaus die Erziehungsfrage. Schwacher Auftritt.

Stark hingegen verläuft der Auftakt für die grün-schwarz-weißen Hausherren: Zehn Minuten sind rum, als Paul Renfert-Deitermann antritt, schöne Flanke – und in der Mitte liegt Moritz Aufderhaar auf der Lauer, Dropkick, 1:0. Weiter geht’s mit viel Verve, fix über den Flügel, Rückpass auf Malte Drewes – zack, 2:0 (21.). „Malte hat ein überragendes Spiel hingelegt“, lobt Kurney, sieht aber insgesamt einen „bärenstarken Charakter“ bei seiner Truppe. Die muss nach dem Olfener Anschlusstor (24.) in der Tat kämpfen – gerne aber auch flüssig kombinieren: 36. Minute, sehenswertes Direktspiel, wieder ist Drewes da – wieder drin das Ding! „Noch vor der Pause, das war wichtig“, meinen die Übungsleiter.

So kann Greven – derweil die Gäste pöbeln – nach dem Pausentee fröhlich kicken. Denkt sich auch Salvatore Allegro, dessen große Stunde nun schlägt: erst mit einem schmutziger Abstauber (48.), dann mit dem vielleicht schönsten Solo seit Eric Clapton, nur halt mit Ball statt Gitarre – 5:1 (53.), das kann man so machen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5181517?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686793%2F
Nachrichten-Ticker