Jugendfußball: Bezirksliga
Eine Frage der Mentalität

Greven -

Eine Halbzeit lang präsentieren sich die A-Junioren des SC Greven 09 in einer guten Verfassung. Danach brechen sie ein und kassieren zum zweiten Mal in Folge eine deutliche Niederlage.

Dienstag, 10.10.2017, 15:28 Uhr aktualisiert: 10.10.2017, 16:55 Uhr
Häufig einen Schritt langsamer waren die A-Junioren des SC Greven 09. Nach der Niederlage gegen Nottuln gab es für sich auch gegen Altenberge nichts zu holen.
Häufig einen Schritt langsamer waren die A-Junioren des SC Greven 09. Nach der Niederlage gegen Nottuln gab es auch gegen Altenberge nichts zu holen. Foto: Stefan Bamberg

Nach der zweiten hohen Niederlage in Folge müssen sich die A-Junioren des SC Greven 09 kräftig schütteln, um nicht weiter abzurutschen. „Unser Ziel kann es nur sein, drei Mannschaften hinter uns zu lassen“, lässt Trainer Harald Peppenhorst keinen Zweifel daran, dass es in den kommenden Monaten nur um eines geht: Den Klassenerhalt. Das 0:5 (0:1) gegen Altenberge war dabei nicht nur ein Stimmungsdämpfer. Die hohe Heimniederlage offenbarte zudem eine große Schwachstelle, die im Abstiegskampf zum Problem erwachsen könnte: die aus Sicht Peppenhorst mangelhafte Einstellung.

Es gibt Spiele, da läuft so ziemlich nichts nach Plan. So geschehen am Sonntag, als die Grevener den Ball zum ersten Ball aus dem Netz fischen mussten, ohne ihn vorher berührt zu haben. Ganze 20 Sekunden war die Begegnung alt, da endete der erste Altenberger Angriff bereits mit einem Tor. Ungünstiger hätte der Start nicht verlaufen können, zumindest aus 09-Sicht.

Während sich die favorisierten Gäste fortan darauf konzentrierten, „immer lang Holz nach vorne zu geben“ (Peppenhorst), versuchten es die Grevener mit spielerischen Mitteln. Ein probates Mittel, zumindest bis kurz vor der Ziellinie. Alleine, der Ball wollte nicht den Weg ins Tor finden. Dreimal, zählt Peppenhorst auf, hätte es im gegnerischen Gehäuse klingeln müssen. Ja, müssen. „200-prozentige Chancen“, verdeutlicht der Trainer, der seine Mannschaft zur Pause „klar besser“ sah. Was sich freilich nicht im Ergebnis widerspiegelte.

Als Altenberge nach dem Wechsel auf 2:0 erhöhte, vorausgegangen war ein Fehler im Grevener Aufbauspiel, war der Wille, diese Partie noch zu drehen, gebrochen. Und wie schon in den Begegnungen zuvor fügten sich die 09er in ihr Schicksal, kassierten Tor um Tor und waren mit dem 0:5 noch gut bedient. Allein 09-Keeper Linus Janning bewahrte den Gastgeber vor einer höheren Schlappe.

„Das macht nachdenklich“, zeigte sich Harald Peppenhorst in Anbetracht der Einstellung seiner Spieler enttäuscht. Und fordert für den bevor stehenden Abstiegskampf eine andere Mentalität.

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