Tischtennis: Verbandsliga
Sechs aus Neun

Greven -

Die 2:9-Niederlage gegen Spitzenreiter TB Beckhausen wirkt bei der DJK Greven nach. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum der Tischtennis-Verbandsligist zurückhaltend optimistisch der Partie in Metelen entgegen sieht.

Freitag, 13.10.2017, 08:00 Uhr aktualisiert: 13.10.2017, 12:38 Uhr
Nächster Verbandsligaeinsatz? Mit seinen bisherigen Vorstellungen hat sich Roman Lakenbrink jedenfalls für einen Einsatz im DJK-Team empfohlen.
Nächster Verbandsligaeinsatz? Mit seinen bisherigen Vorstellungen hat sich Roman Lakenbrink jedenfalls für einen Einsatz im DJK-Team empfohlen. Foto: sba

So ganz spurlos ist die happige 2:9-Schlappe vom vergangenen Wochenende denn doch nicht an den Tischtennisherren der DJK vorbei gegangen. Dass sie am Ende gegen Tabellenführer TB Beckhausen chancenlos sein würden, damit hatten die Blau-Weißen nicht gerechnet. Daher kommt es auch nicht von ungefähr, dass der Tabellenfünfte an diesem Samstag mit gemischten Gefühlen nach Metelen reist, wo ein Gegner wartet, der sein Leistungsvermögen offenbar noch nicht abgerufen hat. Fragezeichen gibt es aber nicht nur im Hinblick auf den Gegner. Die eigene personelle Situation lässt ebenfalls rätseln.

Während die DJK sportlich eine bislang achtbare Bilanz erzielt hat, sorgt das sich seit Saisonbeginn unfreiwillig schwungvolle Personalkarussell für Unsicherheit. Beim Gastspiel in Metelen soll erst am Spieltag selbst das Geheimnis gelüftet werden, mit welcher Aufstellung Greven an die Tische tritt. Und das nicht aus taktischen Gründen.

Gleich bei mehreren Spielern scheint es sich erst kurzfristig zu entscheiden, ob sie zur Verfügung stehen oder nicht. Derer neun stehen auf der Liste. Max Haddick, Stephan Bothe, Matthias Kaltmeier, Reinhard Rothe und Rajeevan Sithamparanathan und Torsten Radke. Diese Stammformation wäre gesetzt. Doch das Team könnte auch ein ganz anderes Gesicht erhalten. Peter Everding, Roman Lakenbrink und Andreas Asche halten sich bereit. Aus diesen Neun werden sich die Sechs herauskristallisieren, die schließlich aufschlagen. Unsicherheit ist das eine, Selbstvertrauen das andere. Max Haddick, Spitzenspieler der Blau-Weißen, strahlt jedenfalls Zuversicht aus. „Wir werden unsere Chance suchen, egal in welcher Aufstellung.“

Allerdings dürften er und seine Mitspieler gewarnt sein vor dem TTV Metelen. Der Traditionsverein (Deutscher Pokalsieger 1958, Deutscher Mannschaftsmeister 1959, Vizemeister 1960) ist im April aus der NRW-Liga in die Verbandsliga abgestiegen und will sich hier etablieren. Doch Personalprobleme führten zu einem Fehlstart (0:6 Punkte) und erst zuletzt gegen den TuS Hiltrup zum ersten Saisonsieg.

Da die personellen Engpässe behoben scheinen, tritt der Absteiger ungeachtet der Tabellenkonstellation als Favorit gegen die DJK Greven an, denn der polnische Spitzenspieler David Ciosek ist zurück an Bord. Mit der Stammsechs zählt Metelen zur oberen Hälfte der Liga.

Dort hat sich die DJK für den Moment eingenistet. Und dürfte daher alles daran setzen, dass sich ein böses Erwachen wie in der vergangenen Woche nicht wiederholt.

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