Fußball: Kreisliga A1 Münster
Der den Jupp macht

Greven -

Nicht genug, dass dem A-Ligisten DJK Blau-Weiß das Glück abhanden gekommen scheint. Bis zum Winter muss der Aufsteiger nun auch auf seinen Spielertrainer Peter Lakenbrink verzichten. Richten soll es ein Altbekannter.

Samstag, 28.10.2017, 08:00 Uhr aktualisiert: 29.10.2017, 18:43 Uhr
Kehrt mit ihm auf der Trainerbank das Glück zurück? Peter Talmann vertritt in den kommenden drei Monaten Peter Lakenbrink als Trainer der DJK.
Kehrt mit ihm auf der Trainerbank das Glück zurück? Peter Talmann vertritt in den kommenden drei Monaten Peter Lakenbrink als Trainer der DJK. Foto: Johannes Oetz

Der Beginn war verheißungsvoll, der anschließende Fall schmerzhaft und tief. Aufsteiger DJK Blau-Weiß hat in den neuen A-Liga-Gefilden ganz offenbar mit Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen. Auf den euphorischen Saisonstart mit zwei Siegen folgte eine Niederlagenserie, die die Mannschaft von Peter Lakenbrink und Henrik Mester bis auf den vorletzten Tabellenrang abstürzen ließ. Dass sich nun ausgerechnet Spielertrainer Peter Lakenbrink für drei Monate verabschiedet, verschärft die Situation in der Emsaue. Dort überwiegt die Gelassenheit. Was vielleicht auch an der Rückkehr eines alten Trainerhasen liegt, der von diesem Sonntag an Peter Lakenbrink vertritt.

Dessen vorerst letzter Auftritt im DJK-Trikot steht symptomatisch für den bisherigen Saisonverlauf. Im Heimspiel gegen die Warendorfer SU sah es in der vergangenen Woche lange so aus, als würde Lakenbrink mit seiner Mannschaft den lang ersehnten Befreiungsschlag landen. Doch wieder einmal brachten die Grevener eine Führung nicht ins Ziel. Bis dahin nahezu ungefährliche Warendorfer nutzen kurz vor dem Schlusspfiff auf Einladung der Gastgeber die Gelegenheit zum späten Ausgleich, der die DJKler einmal mehr wie begossene Pudel erscheinen lässt.

Seine fehlende Cleverness ist dem Aufsteiger in dieser Saison bereits mehrfach zum Verhängnis geworden. Bereits in Füchtorf sah die DJK wie der sichere Sieger aus, in Everswinkel ebenso. Am Ende jubelten jedoch die Gegner und Greven schlidderte immer mehr in die Abstiegszone der A-Liga.

Dort befindet sich nun eine sichtbar verunsicherte Mannschaft, die zudem ihre Führungspersönlichkeit verliert. Bis Ende Januar weilt Lakenbrink im Ausland, während sich die Daheimgebliebenen selbst aus dem Schlamassel befreien wollen.

Dafür kehrt ein alter Bekannter auf die Kommandobrücke zurück. Peter Talmann, in der vergangenen Saison zusammen mit Peter Lakenbrink Wegbereiter der Meisterschaft, rückt für die kommenden drei Monate an die Seite von Henrik Mester.

Der Trainer-Senior hält er die Mannschaft für konkurrenzfähig und sieht daher auch keinen Anlass, vom bisherigen Kurs abzuweichen: „Ich werde zusammen mit Henrik die Dinge so weiterführen, wie sie bisher gelaufen sind.“

Alleine: Punkte müssen nun her, zumal in den nächsten Wochen Gegner aus dem unmittelbaren Tabellenumfeld warten.

„Wir wollen bis zur Winterpause noch das eine oder andere Spiel gewinnen“, meint Talmann. Ein Unterfangen, das auch ohne den Spielgestalter und Torjäger Peter Lakenbrink gelingen soll. „Der Ausfall von Peter ist natürlich bitter, aber nun müssen andere Spieler mehr Verantwortung übernehmen.“

Dazu scheint es nötig, die Mannschaft aufzurichten. Denn, auch das räumt Talmann ein, die Resultate der vergangenen Wochen haben Spuren bei den im vergangenen Jahr so erfolgsverwöhnten DJKlern hinterlassen. „Die Mannschaft ist verunsichert. Was wir jetzt brauchen, ist ein Spiel wie gegen Warendorf – nur, das wir auch gewinnen.“

Die Verunsicherung ist nur ein Teil des Problems. Weitaus größere Sorgen bereitet der offenbar zu Saisonbeginn zu knapp bemessene Kader, in dem sich die Ausfälle von Spielern wie Bernd Block (Auslandsaufenthalt), Jan Drees (bis zum vergangenen Wochenende verletzt) und Maurice Seikowski (verletzt) schmerzhaft bemerkbar gemacht haben. „Der Kader ist qualitativ in der Breite nicht so aufgestellt wie es nötig wäre“, räumt Peter Talmann, seit dieser Saison Sportlicher Leiter der DJK-Fußballer, ein. Zur Winterpause sieht er deshalb Handlungsbedarf, will personell nachbessern.

Ungeachtet dieser Schwierigkeiten sieht Talmann keinen Grund, von der selbst gewählten Zielvorgabe abzuweichen. „Bis zur Winterpause wollen wir mindestens im unteren Mittelfeld stehen.“ Ob er sich auf seine Rückkehr auf die Trainerbank freut? „Ja, ich freue mich“, stellt Talmann klar und fügt hinzu: „Ganz besonders würde ich mich freuen, wenn wir uns in den drei Monaten dort unten raus arbeiten würden.“

Zum Thema

An diesem Sonntag gastiert die DJK beim SC Hoetmar, dem Tabellenzehnten.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5248252?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686793%2F
Nachrichten-Ticker