Fußball: Bezirksliga
Sturmtief für Greven 09

greven -

So hatte Andreas Sommer sich den Sonntag nicht vorgestellt: Mit 0:1 verlor der SC Greven 09 gegen den Abstiegskandidaten SuS Neuenkirchen. Bis auf ein paar Distanzschüsse hatte das Sommer-Team nicht viel zu bieten.

Sonntag, 29.10.2017, 18:43 Uhr aktualisiert: 30.10.2017, 15:03 Uhr
Bruchlandung: So stark Philipp Kraus (in weiß) und seine Sportsfreunde in den letzten Wochen aufgetreten sind, so schwach war die Leistung in Neuenkirchen. Eine 0:1-Niederlage beim Schlusslicht war die Quittung.
Bruchlandung: So stark Philipp Kraus (in weiß) und seine Sportsfreunde in den letzten Wochen aufgetreten sind, so schwach war die Leistung in Neuenkirchen. Eine 0:1-Niederlage beim Schlusslicht war die Quittung. Foto: Stefan Bamberg

Dem Mann schwillt der Kamm, das ist deutlich zu hören. „Das war die große Chance, sich oben festzusetzen“, weiß Andreas Sommer. Und dann sowas: 0:1. Beim Schlusslicht. Greven 09 hat am Sonntag einen überraschenden Sturzflug hingelegt, Abstiegskandidat SuS Neuenkirchen wieder aufgebaut – und Übungsleiter Sommer mit einem dicken Hals nach Hause geschickt. „So ein Spiel geht mir auf den Keks“, sagt Sommer.

Hier der eigene Anspruch, dass zuletzt glücklose Kellerkind vielleicht nicht mit einem halben Dutzend wegzuhauen, aber doch klar zu beherrschen. Dort der – O-Ton Sommer – luschige Auftritt: „Wir werden uns in Ruhe überlegen, wie solche Spiele passieren können.“

Bei knackigen Windböen erlebt Greven in Neuenkirchen sein ganz persönliches Sturmtief. Drei, vier Distanzschüsse zählen die grün-schwarz-weißen Statistiker am Spielfeldrand – gefährlich ist anders. Die Gastgeber hingegen gehen ran wie Max an die Graupen. „Die waren über die volle Distanz bissiger als wir – verdiente Niederlage“, so das knappe Fazit. Und doch leistet 09 erst mal erfolglos Hilfe für die Aktion Sorgenkind. Torlos geht‘s in die Pause – glücklich für die Sommer-Elf, die genauso sparsam spielt wie sie unter der Woche geübt hat.

Dann aber doch mal ein Wachmacher: Philipp Kraus hat Mitte des zweiten Durchgangs endlich die erste echte Möglichkeit – leider nix. Stattdessen schlägt es jetzt doch auf der anderen Seite ein: Schöner Freistoß aus 35 Metern, die Lage in Grevens Abwehr so unübersichtlich wie Mick Jaggers Unterhaltspflichten – zwei Neuenkirchener frei, 0:1 (78.). „Die beiden konnten sich aussuchen, wer ihn reinhaut“, stöhnt der bediente Trainer.

In der Nachspielzeit öffnet sich die Tür für Sven Jaspert noch mal, der aber schießt SuS-Hüter Marvin Wiesmann vor den Bauch – und 09 nach zuletzt starken Leistungen in die kurzfristige Tristesse. Den Anschluss nach oben schaffen? Das wäre Ihr Preis gewesen.

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