Tischtennis: Verbandsliga
DJK: Heiter bis wolkig

Greven -

Die DJK-Tischtennisherren haben eine ereignisreiche Hinrunde erlebt und blicken auf eine durchwachsene Saisonhälfte zurück.

Sonntag, 10.12.2017, 17:00 Uhr
Spitzenspieler Max Haddick bot im bisherigen Saisonverlauf durchaus gute Leistungen, hat aber noch Luft nach oben.
Spitzenspieler Max Haddick bot im bisherigen Saisonverlauf durchaus gute Leistungen, hat aber noch Luft nach oben. Foto: sba

Eine ereignisreiche Hinrunde haben die Tischtennisherren der DJK Blau-Weiß Greven in der Verbandsliga hinter sich gebracht, die zum Jahreswechsel nun auf Platz sechs der Tabelle stehen, mit 9:11 Punkten. Die Platzierung hört sich gut an, aber zur abstiegsbedrohten Zone (Platz zehn) sind es nur drei Punkte Vorsprung.

Dabei begann die Serie verheißungsvoll. Aus den ersten vier Spielen holte die DJK 6:2 Punkte. Ein Superstart, doch zog der TSV Marl-Hüls dann seine Mannschaft zurück und der 9:3-Sieg wurde annulliert. Dem schlossen sich dann gleich drei Niederlagen an, so dass man sich mit 4:8 Punkten in der „gefährlichen Zone“ wiederfand. Jedoch fing sich die Mannschaft und kam mit drei 8:8-Unentschieden und einem Auswärtssieg in Herten schließlich auf den sechsten Platz.

Highlight dieser letzten Spiele war das 8:8 gegen den überlegenen Herbstmeister und bis dahin verlustpunktfreien Tabellenführer, 1. TTC Münster, dem man in viereinhalb Stunden alles abverlangte.

Die Spieler in der Einzelkritik:

Max Haddick (13 Siege – sieben Niederlagen)

Die Nummer eins der Blau-Weißen bot eine gute Leistung, haderte aber manchmal mit den Spielbedingungen und hatte vor allem in Fünfsatzmatches häufig am Ende das Nachsehen. Hier sieht er selbst noch Verbesserungsmöglichkeiten und will, ehrgeizig wie er ist, seine ohnehin schon gute Bilanz zur Rückrunde auf jeden Fall noch steigern.

Milan Heidkamp (Null Siege – vier Niederlagen)

Er kam nach sehr langer Verletzungspause am neunten Spieltag zurück, um der Mannschaft zu helfen, auch wenn er selbst noch Nachholbedarf an Training und Wettkampf hat, um wieder für Siege in Frage zu kommen.

Stephan Bothe (Acht Siege – 14 Niederlagen)

Der Präsident der DJK zeigte in vielen Partien wieder sein bekanntes „Kämpferherz“ und riss so manches schon verloren geglaubte Spiel noch aus dem Feuer. Da er wegen des häufigen Fehlens von Milan Heidkamp meist an Position zwei auflaufen musste, waren seine Kontrahenten immer die stärksten Spieler des Gegners, die ihm ein bessere Bilanz verwehrten. Dennoch ließ er sich nie unterkriegen und gewann einige ganz wichtige Spiele für das Team.

Matthias Kaltmeier (13 Siege – sieben Niederlagen)

Der Kapitän ging „voran“. Er ist ein Phänomen, denn er scheint sich, obwohl auch er die 30 schon überschritten hat, immer weiter zu verbessern. Seine jetzige Bilanz ist hervorragend, und er hat sich auf hohem Niveau stabilisiert. In der Rückrunde wird er mit Stephan Bothe die Position tauschen und muss dann zeigen, ob er auch – wenn Heidkamp fehlt – mit den Spitzenleuten der Liga mithalten kann.

Reinhard Rothe (Sieben Siege – neun Niederlagen)

Eine ganz schwache Serie legte der Altmeister hin. Sicher auch negativ beeinflusst von beruflichen und privaten Belastungen, stellte er sich trotzdem der Mannschaft immer wieder zur Verfügung, konnte aber bei weitem nicht so punkten, wie man das von ihm in vielen Jahren gewohnt war. Hier muss man in der Rückrunde mal schauen, ob er wieder das Selbstvertrauen aufbauen kann, um wieder tatkräftig am Klassenerhalt mitzuwirken.

Rajeevan Sithamparanathan (Neun Siege – acht Niederlagen)

Rajee, wie ihn alle nennen, hatte Höhen und Tiefen in der Hinrunde. Er begann gut (3:1), hatte dann eine 1:6-Serie am Stück und kam zum Ende hin wieder in Topform (5:1). Er möchte sich zum einen natürlich zum einen etwas stabilisieren, zum anderen möchte er noch mehr gefordert werden und wird mit Reinhard Rothe die Position tauschen, damit er, falls von den vorderen Akteuren jemand fehlt, selbst an Position vier aufschlagen kann. An Selbstvertrauen fehlt es ihm derzeit nicht.

Die Doppel:

Das letztjährige beste Doppel der Verbandsliga 1 (Haddick/Bothe – Bilanz acht Siege – fünf Niederlagen) schwächelte in der Hinrunde der laufenden Saison einige Male. So verlor man allein viermal gegen das vermeintliche schwächere Doppel zwei der Gegner, was im Vorjahr praktisch überhaupt nicht passiert war. Dafür gewann man, bis auf die Partie gegen den Herbstmeister TTC Münster, alle Schlussdoppel gegen die Spitzenspieler der Kontrahenten. Hieran wollen beide arbeiten, dass sie in der Rückrunde von Anfang an „da sind“ und die Zweierdoppel der Gegner wieder „in Schach halten“.

Ansonsten änderte sich aufgrund der häufigen Ersatzgestellung im Team die Zusammensetzung der anderen Doppel. Positiv zu erwähnen ist an der Stelle der im Einzel nicht überzeugende Reinhard Rothe, der aber mit wechselnden Partnern im Doppel eine erstaunlich positive Bilanz (acht Siege – zwei Niederlagen) erzielen konnte: 4:1 mit R. Sithamparanathan, 3:1 mit M. Kaltmeier und 1:0 mit Ersatzspieler Peter Everding.

Die Ersatzspieler:

Aufgrund der personellen Not mussten immer wieder Aktive aus der zweiten Mannschaft der DJK helfen. Allen voran der 19-jährige Roman Lakenbrink, der es in fünf Einsätzen auf eine Bilanz von zwei Siegen und drei Niederlagen brachte. Er wird sich als Stammspieler in der Bezirksklasse und als Ersatz in der ersten Mannschaft sicher weiter entwickeln und die nächsten Schritte Richtung Stammspieler machen.

Torsten Radke (zwei Siege – drei Niederlagen), die Nummer eins der zweiten Mannschaft und Peter Everding (Null Siege – vier Niederlagen), deren Nummer zwei, kamen ansonsten noch je dreimal zum Einsatz.

Die Rückrunde beginnt am 14. Januar mit einem ganz wichtigen Spiel beim Tabellenzehnten SuS Bertlich Danach kann man dann sehen, ob der Weg der DJK ins sichere Mittelfeld oder wieder zurück in den Abstiegskampf führt.

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