Fußball:Bezirksliga
Punktlandung

Greven -

Halbzeitbilanz: Bei den Fußballern des SC Greven 09 fällt die durchweg positiv aus. Nicht ohne Grund tut der Verein im Moment alles dafür, Mannschaft und Trainer längerfristig an sich zu binden.

Samstag, 16.12.2017, 00:00 Uhr
Grund zum Jubeln hatten die 09er häufig.
Grund zum Jubeln hatten die 09er häufig. Foto: Sven Thiele

Der Tabellenplatz, auf dem die Fußballer des SC Greven 09 überwintern, entspricht ihren Erwartungen. Das im Sommer formulierte Saisonziel, soviel scheint sich zur Halbzeit abzuzeichnen, erscheint realistisch. Die Atmosphäre zwischen Trainerteam und Mannschaft ist stimmig, die Akzeptanz des durchaus kritischen 09-Umfeldes groß. Da wundert auch das Zwischenfazit von 09-Trainer Andreas Sommer nicht. Der sieht sich und seine Mannschaft auf einem guten Weg: „Wir stehen zurecht da, wo wir stehen.“ Gleichwohl glaubt der Trainer, dass in der Rückrunde noch etwas gehen können.

Noch vor einem Jahr galt der SC Greven 09 als akut abstiegsgefährdet und musste in der Winterpause alle Hebel in Bewegung setzen, um das ins Trudeln geratene Schiff wieder flott zu bekommen. Das gelang mit der Verpflichtung von Andreas Sommer und Ulli Peppenhorst, denen ein Jahr später das Wort Abstiegssorgen nicht mehr über die Lippen kommt. Zurecht. Mit 26 Zählern und auf Rang sechs platziert richtet sich der Blick der 09er vielmehr nach oben. 40 Punkte, so lautete das erklärte Ziel zu Beginn der Saison. Dass die Grevener die erreichen, daran zweifelt in der Schöneflieth kaum jemand mehr.

Die Ausbeute hätte sogar noch besser ausfallen können. Allein, es fehlte in der ersten Saisonhälfte noch die nötige Stabilität. Aus Sommers Sicht ist dies auch der einzige kritische Aspekte nach einer ansonsten gelungenen Hinserie. „Wir hatten zu große Leistungsschwanken“, erinnert der 09-Trainer und verweist auf den fulminanten 3:2-Sieg gegen Emsdetten 05, dem nur eine Woche später der Absturz beim Schlusslicht in Neuenkirchen (0:1) folgte.

Freilich ist die schwankende Formkurve auch der Personalsituation geschuldet. Obwohl auf allen Positionen doppelt besetzt, waren die zwischenzeitlichen Ausfälle von Leistungsträgern wie Patrick Fechtel, Yves Pascal Arlt, Jonas Rüschenschulte, Steffen Herting und Sebastian Sterthaus nur schwer zu kompensieren.

Für die Fortsetzung der Meisterschaft am 25. Februar hat Andreas Sommer deshalb vor allem einen Wunsch: „Ich wünsche mir, dass wir verletzungsfrei bleiben.“ In diesem Fall, so der Trainer, dürfte auch noch etwas gehen. „Ziel ist es, noch den einen oder anderen Platz zu klettern.“

Alleine bis an die Spitze dürfte es für die wiedererstarkten Grevener in dieser Saison nicht reichen. Westfalia Kinderhaus, mit zwölf Punkten Vorsprung enteilter Meisterschaftsfavorit, erscheint mit Ausnahme von Altenrheine konkurrenzlos die Bezirksliga zu dominieren.

Derweil sind die Grevener bereits jetzt eifrig damit beschäftigt, den lieb gewonnenen Kader nach Möglichkeit auch in der kommenden Saison zusammen zu halten. Mit Publikumsliebling Patrick Fechtel, Sven Jaspert Julian Höfker und Johannes Mennemeyer ist sich Harald Peppenhorst bereits einig geworden. Auch in Sachen Trainer ist der Sportliche Leiter seiner Linie treu geblieben, möglichst frühzeitig die Weichen zu stellen. Andreas Sommer genießt zusammen mit Ulli Peppenhorst und Torwarttrainer Michael Rohe das volle Vertrauen des Vereins. Sommer hat das Angebot, für die kommenden beiden Spielzeiten das 09-Schiff zu steuern, bereits angenommen. Ein Signal, was aus seiner Sicht zur Gesamtsituation passt: „Das ist ein großer Vertrauensbeweis.“ Und der hat seine Ursache: „Mit der Entwicklung der Mannschaft sind wir sehr zufrieden“, meinen Trainer und Sportlicher Leiter unisono.

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