Tischtennis: DJK BW Greven
Weil der Liga-Alltag kein Basar ist

Greven -

Da war nicht viel zu holen – gegen Arminia Ochtrup kassierten die DJK-Tischtennisspieler eine 6:9-Niederlage.

Sonntag, 18.02.2018, 21:00 Uhr aktualisiert: 22.02.2018, 11:40 Uhr
Zwei Doppel hätten es schon sein müssen, um gegen den Ligavierten Ochtrup was zu holen. Matthias Kaltmeier (l.) und Roman Lakenbrink konnten ihres nicht gewinnen.
Zwei Doppel hätten es schon sein müssen, um gegen den Ligavierten Ochtrup was zu holen. Matthias Kaltmeier (l.) und Roman Lakenbrink konnten ihres nicht gewinnen. Foto: Stefan Bamberg

Es wäre alles eine Frage des Preises gewesen, meint Stephan Bothe. Doch für eine Kiste Bier oder so? Pah. Dafür geht bei einem geschäftstüchtigen Vereinspräsidenten nix. Pech für Arminia Ochtrups Reserve, die sich in Greven doch schon was richtig Schönes ausgesucht hatte: „Die hätten am liebsten unsere Tische mitgenommen“, flachst Blau-Weiß-Routinier Bothe. Alles, was irgendwie knapp war, endete nämlich so: Netzroller – Punkt Ochtrup. Kantenball – Punkt Ochtrup. Und die besonders engen Sätze – genau. So gab‘s dann am Ende wenig zu feilschen für den lokalen Verbandsligisten – mit 6:9 ging das Heimspiel gegen die Arminen daneben. Der Liga-Alltag ist halt kein Basar.

Das einzige, was Greven hier allerdings relativ zügig abgekauft wird, ist der berühmte Schneid: „Wir hätten eigentlich zwei Doppel gewinnen müssen, um hier was zu holen“, schwante Bothe schon vor dem ersten Aufschlag. „Denn gerade in den Einzeln des oberen Paarkreuzes sind die schon stärker besetzt.“ Gefahr erkannt, Gefahr nicht gebannt – so bitter sieht‘s aus. Weil dem Katapultstart des neu formierten Topdoppels Bothe/Milan Heidkamp zwei Rohrkrepierer folgen: Reinhard Rothe/Rajee Sithamparanathan bekommen den Entscheidungssatz um die Ohren, Matthias Kaltmeier/Roman Lakenbrink erst gar kein Bein an die Erde. Womit sie aber keineswegs alleine sind: Ihre Gegner – die Sportsfreunde Michael Hillebrandt und Mark Beuing – haben schon die halbe Liga ins sportliche Kino geschickt.

Dass dieser Beuing eine veritable Ballmaschine ist, hätte Heidkamp übrigens wissen können: Damals, 1995 bei den Schul-Bezirksmeisterschaften haben sich die beiden schon mal duelliert, ist beim Einspielen zu hören. Wie der Spaß damals ausgegangen ist, erfahren wir in diesem heiter-einseitigem Duell (0:3) leider nicht.

Überhaupt scheint sich das Mini-Derby zwischen den dunkelblauen Grevenern und den babyblauen Ochtrupern fix zu erledigen: Auch Kaltmeier kriegt herzhaft eingeschenkt – 0:3 hier, 1:4 jetzt insgesamt. Noch allerdings atmet der Patient: Bothe schmeißt die Pressingmaschine an, legt los wie Reiner Calmund am Buffet, um schließlich doch noch zu bibbern: fünfter Satz, Verlängerung, volle Lotte wieder mal!, und: DJK ist dran, 2:4.

Diesem Coup folgen zwei weitere: Sithamparanathan (3:1) und Rothe (3:0) gleichen zum 4:4 aus – so!

Leider, leider jedoch war das nach längerer Sendepause eine neue Episode der beliebten Serie von Rajee, der Wundertüte von der Ems: In der einen Sekunde macht er die Nummer drei der Gäste frisch, in der anderen sieht er gegen die Fünf viel älter aus als er ist. „Ich glaube, gegen den Kerl hat er noch nie gewonnen“, weiß auch Teamkamerad Bothe.

Doch auch die anderen erledigen ja ihre Aufgaben nicht: Bothe und Rothe holen noch je einen Zähler, die weiteren Anläufe von Kaltmeier und Heidkamp bleiben erfolglos. Und Roman Lakenbrink erfährt, dass das Leben als Youngster manchmal ein hartes sein kann – ein Salto nullo, würde man beim Stabhochsprung sagen. Kann er viel, viel besser. Und wird das in den wichtigen nächsten Heimspielen gegen die direkte Konkurrenz zeigen. Die Tische sind ja zum Glück noch da.

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