Schwimmen: Sprintpokal TVE Greven
Chlor ist ihr Parfüm

Greven -

Nassgeschwitzt – aber glücklich. Der Sprintpokal des TVE Greven avancierte erneut zu einem vollen Erfolg.

Montag, 19.02.2018, 11:21 Uhr aktualisiert: 22.02.2018, 11:40 Uhr
Synchronschwimmen? Ne, nur die spannende Startphase am Startblock. Die Mannschaften lieferten sich beim Sprintpokal im Grevener Hallenbad so manch hitziges Gefecht.
Synchronschwimmen? Ne, nur die spannende Startphase am Startblock. Die Mannschaften lieferten sich beim Sprintpokal im Grevener Hallenbad so manch hitziges Gefecht. Foto: Stefan Bamberg

Chlor ist ihr Parfüm. Steht zumindest auf ihren Shirts. Und dieses Motto erklärt eigentlich schon sehr viel: Warum sie hier im Hallenbad, Grevens heftigster Waschküche, schwitzen. Warum sie sich wie die Ölsardinen in die enge Startzone quetschen. Warum sie sich rote Augen und Schrumpel-Füße holen. Und warum sie für all das sogar einen kleinen Schnupfen mal für fünf Stunden vergessen. Für dieses einzige richtige Heimspiel des Jahres, sagt Margitta Tollkühn, blende man einiges aus: „Da wollen alle dabei sein.“

Sprintpokal Greven

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Tollkühner geht es da übrigens kaum: Die Trainerin der TVE-Schwimmer hat ebenfalls erhöhte Temperatur. Wer vor Augen hat, wie sie sonst am Beckenrand auf und ab tigert, wie sie ihre Stimmbänder foltert, ihre Athleten antreibt, der merkt: Die Frau braucht heute eigentlich eher einen heißen Tee als einen heißen Wettkampf. Aber es hilft ja nix, der 31. Sprinterpokal, er wartet nicht: „Da kann ich meine Mannschaft doch nicht alleine lassen.“

Überhaupt: Allein – bleibt am Sonntag keiner. Schwimmen ein Einzelsport? Heute nicht. Heute bringt ein Alleinunterhalter gar nichts, heute ist das Team der Star: 13 Klubs aus NRW und Niedersachsen ermitteln ihren Champion, jeder für sich – aber jeder auch für die große Mannschaftswertung. „Vor allem meine Jungs sind eine geniale Truppe“, lobt Margitta Tollkühn. „Die pushen sich gegenseitig hoch.“ Die Übungsleiterin zieht den imaginären Hut vor neuen persönlichen Bestzeiten, die am Tag der Teams für doppelte Freude sorgen.

Tollkühn wäre dabei aber nicht wirklich Tollkühn, wenn sie es nicht gerne noch besser hätte: „Wir haben auch so viele talentierte Mädchen. Allerdings würde ich mir derzeit etwas mehr Trainingsfleiß bei ihnen wünschen.“

Es gibt jedenfalls Luft nach oben – die TVE-Ausbeute bei den unzähligen Altersklassen-Trophäen war schon mal noch fetter. Stichwort fett: Die Staffeln werden angeschossen. Doppel-Silber erkämpfen die TVE-Damen: erst über 4x50 Meter Freistil, dann über 4x50 Lagen. „Die Staffeln haben Prestige, dort sieht man, ob man gute Arbeit geleistet hat“, weiß TVE-Leitwolf Jan Kleimeier. Gleich ist er dran – nach beinahe entspanntem 4x50-Freistil-Gold steigt nachmittags die Lagen-Staffel der Männer: der Königs-Abschluss, nach knapp 1000 Starts kocht das Wasser da fast. Und die Grevener Staffel? Auf Bahn drei, mittendrin im Getümmel also – und mit Jonathan Hildmann als Dampfmacher für die Rückenstrecke. Wechsel auf Brust, zu Lars Zeggelaar, jetzt boxt der Papst am Rand: Die Coaches mit ihren Stoppuhren, im Rhythmus die Schlachtrufe der Kollegen. Der dritte TVE-Mann Niels Albrecht mit super Tauchphase, in der aus der Raupe ein Schmetterling wird – doch auch nach drei Positionen ist das Ding noch nicht durch.

Immer noch gleichauf die ewigen Rivalen aus Dülmen – doch es gibt ja zum Glück diesen Kleimeier. Zwei Bahnen Freistil – damit badet er den letzten Konkurrenten raus. Der Sieg im Finale, die vierte Staffel-Medaille für die Gastgeber – wir haben keine Fragen mehr.

Außer vielleicht: Wie kriegen wir dieses Chlor-Parfüm jetzt wieder aus den Klamotten?

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