Fußball: Bezirksliga
09-er in Kinderhaus vegan unterwegs

Gfreven -

Da war nichts zu machen: In Kinderhaus unterlagen die 09-er mit 1:4.

Sonntag, 11.03.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 11.03.2018, 19:38 Uhr
Nur phasenweise hielten die Grevener in Kinderhaus dagegen. Am Ende setzte sich der Tabellenerste aber verdient durch.
Nur phasenweise hielten die Grevener in Kinderhaus dagegen. Am Ende setzte sich der Tabellenerste aber verdient durch. Foto: Weßeling

Was braucht es, um beim unumstrittenen Liga-Dominator zu punkten? „Eier“ wusste es Steffen Herting schon nach ein paar Minuten. „Eier müssen wir zeigen“, rezitierte er die berühmte Erfolgsformel von Kult-Keeper Oliver Kahn und verwies auf diese Extraportion Bereitschaft, eine Partie mit jeder Muskelfaser gewinnen zu wollen. In dieser Hinsicht war der SC Greven 09 am Sonntag allerdings über weite Strecken vegan unterwegs, während die Bezirksliga-Fußballer von Westfalia Kinderhaus offenbar das eine oder andere „Extra-Ei“ zu sich genommen hatten. Und ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht wurden. Mit 1:4 unterlag der letztendlich chancenlose Gast beim Ersten, das Ergebnis ging am Ende auch in dieser Höhe in Ordnung.

Die Gäste waren geistig noch gar nicht richtig auf dem Platz, da führten die Hausherren auch schon mit 1:0 durch den Treffer von Mike Liszka. Auch danach war die Defensivabteilung der Gäste schlichtweg überfordert, während die Hausherren jede Menge Druck auf den Gast aufbauten. Als Finn Liebert dann in der 16. Minute zum 2:0 traf – allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position – war das Spiel gefühlt schon entschieden. Am Ende der ersten Hälfte kamen die 09-er endlich besser ins Spiel, weil sie nun endlich den lähmenden Respekt abgelegt hatten. Und als Patrick Fechtel direkt nach dem Wiederanpfiff zum 1:2 getroffen hatte, schien sich der Wind endgültig zu drehen.

Doch für ein Unentschieden kamen die Grevener letztendlich doch nicht infrage. Dazu wirkte der souveräne Tabellenerste einfach zu stabil. „Wir wollten Greven von Beginn an den Schneid abkaufen. Das ist uns auch gelungen“, hatte Westfalia-Keeper Rene Steinke zwischendurch sogar noch ein wenig Zeit, Teile der Kabinenansprache preiszugeben. Und als der starke Mike Liazka nach 57 Minuten dann auf 3:1 erhöhte, gab es nun wirklich keine Zweifel mehr daran, wer die Partie gewinnen würde. Zehn Minuten später traf Moritz Knemeyer dann zum 4:1-Endstand. „Da ist natürlich viel Dampf auf uns zugekommen. Kinderhaus hat jede Menge Qualität in der Offensive. Aber über die Fehler, die wir uns geleistet haben, bin ich enttäuscht“, erklärte Coach Andreas Sommer nach dem Abpfiff.

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