Fußball: C-Junioren Bezirksliga
Ballern gegen die Kälte

Greven -

Leichtes Spiel bei frostigen Temperaturen hatten die C-Junioren des SC Greven 09. Ihr Gegner, der TuS Altenberge, fügte sich am vergangenen Samstag allzu schnell in sein Schicksal.

Mittwoch, 21.03.2018, 00:00 Uhr aktualisiert: 23.03.2018, 15:42 Uhr
Bumm, bumm, bumm, bumm: Viermal netzten die 09-C-Jungs gegen Altenberge ein. Und sonst so? War allen ziemlich kalt.
Bumm, bumm, bumm, bumm: Viermal netzten die 09-C-Jungs gegen Altenberge ein. Und sonst so? War allen ziemlich kalt. Foto: Stefan Bamberg

Alle elf Minuten verliebt sich ein Single über Parship. Oder wahlweise Cristiano Ronaldo in sich selbst. Zugegeben: Mit dieser knackigen Quote konnte die 09-C1 nicht ganz mithalten. Aber alle siebzehneinhalb eine Bude ist ja auch nicht so ganz schlecht. Vier Stück in 70 Minuten haben sie dem TuS Altenberge am Samstag bei klirrender Kälte und pfeifendem Wind also eingeschenkt. Und apropos verlieben: Der tapfer ausharrende Eltern-Fanblock war mal wieder ganz verzückt von seinen Jungs, die weiter Kurs auf die Landesliga machen.

Nun muss man ehrlicherweise dazu sagen, dass es schon spannendere Spiele in der Schöneflieth gegeben hat. Für einen Gastauftritt ohne eigenen Torschuss und mit einer regelrechten Phobie vor der gegnerischen Hälfte hätten die Altenberger eigentlich nicht dermaßen frieren müssen – etwas rätselhaft dies. Aber es gehören ja – auch wie beim Verlieben – immer zwei dazu: Und 09 lässt hinten auch nichts anbrennen. „Ein Zu-Null-Spiel vor der Osterpause“, meint Trainer Timo Dusny, „das gibt uns noch mal ein richtig gutes Gefühl.“

Ansonsten ist von großen Gefühlen eher wenig zu spüren: zu eisig das Wetter, zu einseitig die Partie. Die Gastgeber kommen prima rein und können sich nach sieben Zeigerumdrehungen einmal mehr auf den Typen verlassen, der den Knipser in zwei, drei Jahren zum Ausbildungsberuf machen will: Koray Bodur schlägt aus dem Salat heraus zu.

Doch nach dem 1a-Start folgt erst mal eine Phase, die bestenfalls 2b ist: „Wir haben mindestens einen Gang zu viel zurückgeschaltet“, findet Coach Dusny. Was sich für den Beobachter in längerer Ereignislosigkeit ausdrückt. Die aber kurz vor der Pause mit einem Knall zu Ende geht: Greven knuspert mal wieder am TuS-Häuschen – patsch, Adinane Fousseni per Kopf an die Latte (32.). Und dann nix wie weg in die muckelige Kabine.

Dort haben Dusny und sein Team ihren Schützlingen wohl erklärt, dass einem mit noch mehr Bewegung weniger kalt ist: Jetzt fangen die Hausherren erst so richtig an. Die Kombinationen, die Ideen, der Spielwitz – na ja, vielleicht nicht Extra-Sahne. Aber schon Sahne! Die Gäste bei unverändert frostiger Brise jetzt auch tatsächlich mal mit der einen oder anderen Expedition über die Mittellinie. Doch der Vorwärtsdrang geht nach hinten los: Flanke von rechts, Sportskamerad Ostwind hilft gerne ein bisschen mit, Timo Zimmer legt umsichtig quer – und „Bumm-Bumm“-Bodur hat‘s schon wieder gerochen. Die Vorentscheidung, 58. Minute.

Altenberge möchte jetzt lieber schnell nach Hause. Wer will‘ s ihnen verdenken, ohne Chance und bei inzwischen minus sechs Grad? Positiv fällt auf, dass sie trotz all dieser Aussichtslosigkeit gegen den Ligaprimus nicht anfangen zu treten. Gleichwohl: So gar keine Gegenwehr für Alex Wiethölter ist wohl auch keine so brillante Idee – plötzlich ist er durch, 3:0 (64.).

Mit Hütte Nummer vier belohnt sich der nach seiner Einwechslung äußerst agile Timo Zimmer (70.), als er einen verhungerten Wiethölter-Schuss geistesgegenwärtig über die Linie murkst. Das kann man so machen – 09 fröstelt sich munter Richtung Aufstieg.

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