Fußball Kreisliga A1 Münster
Immer feste druff

Greven -

Immerhin: Nach vier sieglosen Spielen in Folge haben die DJK-Fußballer am Sonntagnachmittag bewiesen, dass sie ihren Glauben an den Klassenerhalt noch nicht verloren haben. Gegen Eintracht Münster sah es allerdings lange so aus, als würde die Negativserie eine Fortsetzung finden.

Sonntag, 25.03.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 26.03.2018, 17:02 Uhr
Wer hier ein schönes Spiel sehen wollte, hat den Fußball nie geliebt: DJK gegen Eintracht – das war Kampf auf Schlacke, das ging voll auf die Zwölf. Und einen Punkt holten Bernd Block (am Ball) und seine Kameraden beim 1:1 immerhin auch.
Wer hier ein schönes Spiel sehen wollte, hat den Fußball nie geliebt: DJK gegen Eintracht – das war Kampf auf Schlacke, das ging voll auf die Zwölf. Und einen Punkt holten Bernd Block (am Ball) und seine Kameraden beim 1:1 immerhin auch. Foto: Stefan Bamberg

Ein tierisches Wortspiel böte sich ja durchaus an, wenn man den flauschigen Sportskameraden an der Seitenlinie so sieht. Angeleint, stets auf der Lauer nach Bällen – und vor allem: im blau-weißen Trikot. Nach den jüngsten Misserfolgen, dem Trainer-Wechsel-Dich-Spiel und den dürftigen Vorstellungen wäre der Gag mit der DJK, die auf den Hund gekommen ist, eigentlich gar nicht so schlecht. Am Sonntag um zehn vor fünf allerdings gibt es dann doch keinen Grund für blöde Witze – denn: 1:1 (0:0) gegen Eintracht Münster. Ein etwas glücklicher Punkt, der Peter Lakenbrink bilanzieren lässt: „Das ist ein Teilerfolg.“

Der Dreizehnte gegen den Neunten, Greven mit einer echten Zombie-Serie im Nacken, Eintracht derzeit auch nicht so riesig drauf – und das alles auf staubiger Asche. Freunde! Wer hier heute ein schönes Spiel sehen will, hat den Fußball nie geliebt! Im Theater erwarten wir schauspielerische Perfektion. In der Oper soll die dralle Lady doch bitteschön mindestens dreieinhalb Oktaven singen können. Im Kreisliga-Abstiegskampf hingegen reichen langer Hafer, eifriges Bemühen und ordentlich Krawumm schon völlig aus.

Für diese Tugenden setzt die DJK ja nun wieder voll auf das Peter-Prinzip – die Kollegen Lakenbrink und Talmann sind wieder vereint an der Seitenlinie. Und notieren, dass ihren Männern von Beginn an Haare auf den Zähnen wachsen. Die Stimmung im Team ist top – die Abstimmung zunächst freilich nicht: Falls das eine Abseitsfalle sein soll, schnappt sie zweimal nicht zu; einmal streicht der Ball vorbei (21.), dann reagiert Lukas Funke prächtig (26.). Jedenfalls aber ist das viel zu riskant – und deshalb lassen sie das jetzt auch lieber: Von nun an räumen Stefan Heitmann und Jonas Averbeck den Laden leer da hinten – das DJK-Vorstopperdoppel fortan mit einer überragenden Leistung. Das sichert zur Pause zumindest einen Nullinger, wobei ein Dario-Kemper-Schlenzer (39.) als einziger eigener Torabschluss natürlich eher wenig ist.

Doch selbstverständlich ist das auch leicht gesagt: nichts läuft automatisch, wenn Du da unten rumeierst. Nur die unglücklichen Momente, die kommen von alleine: 51. Minute, ganz schräger Ballverlust im Mittelfeld, Konter Eintracht, Querpass Eintracht, Tor Eintracht – 0:1.

Richtig viel spricht nicht mehr für die Gastgeber. Aber sie kriegen noch einen: Freistoß. 40 Meter. Stefan Heitmann. Immer feste druff, und: Drin! Einfach so! Drin! 1:1. Leider geil. Das kann er selbst kaum glauben.

Geradezu nüchtern gegen diese Zirkus-Nummer sind die letzten 20 Minuten: Zwei heikle Szenen gibt‘s noch zu überstehen (87./89.), dann ist der Mindestlohn eingefahren. Immerhin.

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