Fußball: A-Junioren Bezirksliga
09 steht auf der Falltür

Greven -

Die bittere Wahrheit dürfte Realität werden. Weil die Fußball-A-Jugend des SC Greven 09 in der Offensive zu harmlos agiert, ist der Abstieg kaum noch abzuwenden. Heute gastiert die Peppenhorst-Elf in Peckeloh. Bei einer erneuten Niederlage ist der Absturz in die Kreisliga besiegelt. Am Wochenende kassierten die Grevener erneut eine unnötige Niederlage gegen Borussia Münster.

Montag, 07.05.2018, 18:00 Uhr aktualisiert: 13.05.2018, 18:00 Uhr
Im Nachholspiel gastiert die 09-A-Jugend in Peckeloh. Bei einer erneuten Niederlage ist der Abstieg bittere Gewissheit.
Im Nachholspiel gastiert die 09-A-Jugend in Peckeloh. Bei einer erneuten Niederlage ist der Abstieg bittere Gewissheit. Foto: Stefan Bamberg

Jetzt schon ganz offiziell den Deckel draufzuhauen, wäre sicher das pädagogisch falsche Signal – denn immerhin gibt es ja noch eine winzige Chance. Doch wenn die A-Jugend des SC Greven 09 am heutigen Dienstag (19.30 Uhr) bei der JSG Peckeloh/Oesterweg antritt, stehen Harald Peppenhorst und seine Schützlinge mit beiden Beinen auf der Falltür. Dort kein Sieg, und das Thema Bezirksliga ist für die 09-er beendet. Denn acht respektive sieben Punkte Rückstand bis zum rettenden Ufer wären in dann noch zwei Spielen nicht mehr aufzuholen.

Die Ausgangslage hätte freilich nicht so furchtbar sein müssen – denn im Heimspiel gegen Borussia Münster wäre viel mehr möglich gewesen. „So kurios das auch klingen mag bei diesem Ergebnis“, sagt Peppenhorst. Mit 1:5 unterlagen die Grevener – trotz einer 1:0-Führung. Jene erzielte Justin-Nicolas Hauke (53.), nach einem bunten Potpourri versiebter Gelegenheiten. „Ein Chancenverhältnis von zehn zu zwei in der ersten Hälfte“, schätzt Harald Peppenhorst.

Um das Problem zu finden, bräuchte der Fachmann seine Trainerausbildung also eigentlich gar nicht: „Tja, wir machen halt die Dinger nicht.“ So einfach ist das, mit 14 Hütten in 19 Partien kann man sich über einen Abstieg, nüchtern betrachtet, nicht beschweren.

Das weiß auch der Übungsleiter, deren Jungs nun eine Lehrstunde zum Thema Effizienz erteilt bekamen: Borussia glich eher aus dem Nichts aus (56.) – dann aber saß bei den Gästen auf einmal jeder Schuss. Patsch (70.), peng (76.), zack (80.), bumm (90.) – vier Stück in Serie, Dammbruch am Emsdeich. „Das Resultat ist bitter, weil es die über weite Strecken starke Leistung nicht widerspiegelt“, analysiert Peppenhorst – enttäuscht, aber gefasst.

„Hallo, hier ist Nürnberg – wir melden uns vom Abgrund“, hat Radio-Legende Günther Koch ja mal ins Mikrofon gejammert. Am Dienstagabend könnte diese Meldung aus der Schöneflieth kommen.

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