Fahrsport
Klasse Sport und eine Schrecksekunde

Greven -

Bockholt war am vergangenen Wochenende einmal mehr das Merkka des Fahrsports. Beim Turnier des Reit- und Fahrvereins St. Martin kommen 120 Gespanne ebenso auf ihre Kosten wie die zahlreichen Zuschauer.

Montag, 14.05.2018, 00:00 Uhr
Das Geländefahren inmitten des Fahrsportzentrums erwies sich am Samstag einmal mehr als Publikumsmagnet. Geboten wurde rasanter Fahrsport auf hohem Niveau.
Das Geländefahren inmitten des Fahrsportzentrums erwies sich am Samstag einmal mehr als Publikumsmagnet. Geboten wurde rasanter Fahrsport auf hohem Niveau. Foto: Stefan Bamberg

Selbst als sich am Sonntagnachmittag Gewitterwolken über dem Fahrsportzentrum in Bockholt zusammen brauten und die Richter bei den letzten Prüfungen mächtig aufs Gaspedal drückten, strahlte er mit der sich zu diesem Zeitpunkt verzogenen Sonne um die Wette. Michael Swiezynskis gute Laune hatte etwas mit dem überwiegend guten Wetter zu tun, das rund 120 Gespannfahrern drei Tage lang beste äußere Bedingungen beschert hatte, lag aber auch an der rundum gelungenen Organisation des Fahrturniers, für das der RVF St. Martin einmal mehr seine eindrucksvolle Sportanlage in Bockholt heraus geputzt hatte. „Wir haben viel positives Feedback erhalten“, stellte Swiezynski zufrieden fest, der zusammen mit Kerstin Schweifel und Bernd Herbrügger erstmals für die Turnierleitung verantwortlich war.

Das Ergebnis ihrer Bemühungen war hochklassiger, spannender und spektakulärer Fahrsport mit einem besonderen Augenmerk auf der Nachwuchsförderung. So ging es unter anderem um die Qualifikation für die Jugend-Europameisterschaft in Ungarn.

Beispielhaft der Auftritt von Jovanca Kessler. Die vom ehemaligen Weltmeister Dieter Lauterbach trainierte Nachwuchsfahrerin hatte sich erst kurzfristig für eine Teilnahme in Bockholt entschieden. Eine Wahl, die sie nicht bereuen sollte. Nachdem die 23-Jährige am Sonntagnachmittag auch die Hindernisprüfung für sich entschieden hatte, stand Kessler als Gewinnerin der kombinierten S-Prüfung der Pferde-Einspänner fest. „Es freut mich für sie ganz besonders“, meinte Grevens Turnierleiter Michael Swiezynski.

Eine Schrecksekunde mussten er und die Zuschauer der Geländeprüfungen am Samstagnachmittag überstehen, als eine Pony-Gespannfahrerin nach einem Wasser-Hindernis verunglückte. Kutsche und Fahrerin stürzten um, die Ponys gingen zu Boden. Der herbei gerufene Rettungshubschrauber brachte die Fahrerin in ein Krankenhaus. Was zunächst nach einem schweren Unfall aussah und eine einstündige Turnierunterbrechung nach sich zog, ging auch dank des schnellen Rettungseinsatzes glimpflich aus. Die Reiterin erlitt eine Gehirnerschütterung und Prellungen. Die Ponys blieben unverletzt. Erleichterung bei Swiezynski.

Abgesehen von diesem Zwischenfall gab es aus Sicht des Turnierleiters „keine wirklichen Reibungspunkte. Unser Konzept ist super aufgegangen.“ Das sportliche Niveau war anspruchsvoll, die Anzahl der Teilnehmer für das Fahrsportzentrum und die vielen freiwilligen Helfer gut zu meistern. Somit scheint einer Neuauflage im kommenden Jahr nichts im Wege zu stehen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5736312?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686793%2F
Nachrichten-Ticker