Di., 15.05.2018

Fußball: C-Junioren Bezirksliga Sternstunde in der Schöneflieth

Mission erfüllt. Die C-Junioren des SC Greven 09 steigen nach dem 3:2 gegen Eintracht Mettingen verdient in die Landesliga auf.

Mission erfüllt. Die C-Junioren des SC Greven 09 steigen nach dem 3:2 gegen Eintracht Mettingen verdient in die Landesliga auf. Foto: Stefan Bamberg

Greven - 

Die Fußball-C-Junioren des SC Greven 09 haben ein schönes Stückchen Vereinsgeschichte geschrieben. Mit einem verdienten Heimsieg sicherten sich die Jungfußballer den Aufstieg in die Landesliga. Es war das erste Mal in der Vereinsgeschichte, dass eine Nachwuchsmannschaft den Sprung in diese Jugendliga realisierte. Entsprechend groß war der Jubel auf dem Grevener Sportplatz.

Von Stefan Bamberg

Die Erfolgsgeschichte, am Ende bekommt sie ihre ganz, ganz große Pointe verpasst: Die C1 des SC Greven steigt in die Landesliga auf – als allererste Jugendmannschaft der Vereinsgeschichte. Mit dem 3:2 (2:0)-Sieg gegen Eintracht Mettingen ist schon zwei Spieltage vor Saisonende alles klar. Souverän. Verdient. Meisterhaft.

Fotostrecke: SC Greven 09: C1 steigt in die Landesliga auf

Der potenzielle Meisterball beginnt indes mit einem kleinen Schocker: 120 Sekunden rum, aussichtsreiche Freistoßsituation für Mettingen. Okay, die Murmel hüpft locker drei Meter vorbei – aber um zarte Eltern-Fan-Seelen zu quälen, reicht so eine Mini-Chance allemal. Gegenüber aber auch 09 mit dem ersten Versuch (7.), Hereingabe Timo Zimmer – und das Ding macht unverhofft Karriere als Torschuss, Latte! Insgesamt allerdings fehlt noch der Schwung im Grevener Spiel. Trainer Jens Kurney brüllt demnach leicht genervt: „Mann! Ich hab keinen Bock auf diese Halbgas-Kacke!“

Marvin Büchter zum Glück auch nicht: 23. Minute, 23 Meter und 23 000 Watt, was für ein Knallbonbon – zentral schlägt’s ein, 1:0. Was auch immer Mama und Papa Büchter zum Frühstück zu servieren pflegen, sie müssen aufpassen, dass das Zeug nicht bald auf der Dopingliste auftaucht.

Und gleich die nächste Eskalation: Konstantin Schürmann guckt, probiert’s auch einfach mal – ein Schüss­chen, das wohl normalerweise elend unterwegs verenden würde, aber dann abgefälscht, uiuiui – und: Tor! Tor! Tor! Eine Bude aus der Murmelbahn – 2:0. Damit ist die Nummer doch wohl gelaufen – oder? Pause.

Danach zunächst das unveränderte Bild: 09 auf Kurs. Und sodann fast am Ziel: Schiri Patrick Klenz pfeift nämlich einen Handelfmeter (38.), Alex Wiethölter verwandelt – der Käpt‘n setzt die Landesliga-Segel. Diese Truppe hat nicht unbedingt den herausragenden Einzelkönner in ihren Reihen, harmoniert aber als Team unglaublich gut. Wir fragen uns so langsam: Hat eigentlich jemand Aufstiegs-Shirts besorgt?

Doch Obacht: Aus heiterem Himmel der Mettinger Anschlusstreffer (41.) – auf einmal ist wieder so richtig was los. Die Gäste lassen sich nicht anmerken, dass es für sie um nix mehr geht; die Eintracht hat das Zeug zur Spaßbremse. Und macht in der Schlussphase tatsächlich das 3:2 (68.) nach einer Halbfeldflanke, die spätestens nach einem Stündchen Flugzeit irgendwem hätte auffallen können.

Aber, Freunde: egal! Kurz drauf ist Feierabend. Zunächst eher westfälischer Jubel. Dann allerdings: Ritzeratze, voller Tücke, Bierdusche von Oskar Lücke. Lücke sieht selbige und kippt Jens Kurney eine Dose Hansa-Pils über die Runkel. Jetzt startet der grün-schwarz-weiße Aufstiegspogo. „Heute gehört die Schöneflieth uns“, schreit Kurneys Trainerkollege Timo Dusny. Die olle Blechbüchse bleibt ungefähr auf Höhe des Mittelkreises liegen – ein Andenken an eine Sternstunde.



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