Judo: Falk Biedermann
Mit den Besten gemessen

Greven -

Der aufstrebende Grevener Judoka Falk Biedermann traf in den vergangenen Wochen mehrfach auf internationale Konkurrenz und wusste sich gegen seine hochkarätigen Gegner zu behaupten. Vor allem im litauischen Kaunas stellte der Grevener sein Können unter Beweis und will nun fleißig weiter trainieren, um in dieser Saison in seiner Gewichtsklasse eine gute Rolle spielen zu können.

Donnerstag, 24.05.2018, 19:00 Uhr aktualisiert: 25.05.2018, 11:14 Uhr
Falk Biedermann zeigte auch gegen die hochkarätige Konkurrenz aus ganz Europa seine ganze Klasse.
Falk Biedermann zeigte auch gegen die hochkarätige Konkurrenz aus ganz Europa seine ganze Klasse. Foto: Judoclub Greven

Während viele ihre Freizeit auf dem Sofa oder am Badesee verbringen, machte sich der Grevener Judoka Falk Biedermann am auf ins litauische Kaunas, um beim U21-European-Judo-Cup mitzukämpfen. Mit dem estländischen und litauischen Meister Uldis Nartiss wartete bereits in der ersten Runde ein starker Gegner auf den Youngster.

Nach ungefähr drei Minuten Kampfzeit gelang es Falk Biedermann, seine optische Überlegenheit auch auf der Anzeigetafel sichtbar zu machen. Für einen Fußstopper belohnte der Kampfrichter den Gymnasiasten mit einer Waza-ari-Wertung. Im anschließenden Übergang in den Bodenkampf fixierte Falk Biedermann den Litauer zehn Sekunden lang auf dem Rücken. Dafür kassierte der Grevener die zweite Waza-ari-Wertung, welche den vorzeitigen Sieg zu Folge hatte.

Gegen den zweifachen European-Judo-Cup-Sieger Gevorg Karapetian aus Russland wurde die Aufgabe in Runde zwei nicht leichter. Auf Augenhöhe kämpfend, musste der 17-jährige Grevener dann eine Waza-ari-Wertung gegen sich hinnehmen. Routiniert verteidigte der 20-jährige Russe den Vorsprung. Mit dieser Niederlage schied der Bundeskaderathlet aus.

Im anschließenden Trainingscamp, bei dem sich eine große Zahl der Teilnehmer bereits auf die nächsten Aufgaben vorbereiteten, gab auch Falk Biedermann noch mal alles, bevor es dann weiter nach La Coruna (Spanien) zum nächsten European-Judo-Cup ging.

In Runde eins ging es gegen den dreifachen britischen Champion Joshua Giles. In einer packenden Begegnung gelang es Falk Biedermann nicht, einer stark angesetzten Attacke des Engländers auszuweichen und geriet so in den Rückstand.

Aber der Grevener kämpfte eisern weiter. Diese Entschlossenheit sollte auch belohnt werden. Mit einer Eindrehtechnik gelang Biedermann dann die Wende und er warf den Champion von der Insel direkt auf den Rücken. Dafür gab es einen vollen Punkt und den vorzeitigen Sieg.

Gegen den Bronzemedaillen Gewinner des European Judo-Cup-Coimbra in Portugal, Iglesias Juan Quintero aus Spanien, ging es dann in Runde zwei schnell. Dieser legte direkt mit einem Angriff, den Versuch einer Außensichel, los, welchem der Westfale ausweichen konnte. Im anschließendem Übergang von Stand in die Bodenlage setzte Falk Biedermann eine Würgetechnik an, aus der es kein Entkommen gab. Damit rutschte Falk Biedermann in Runde drei, wo es gegen den neunfachen European-Judo-Cup-Medaillengewinner Aramu Alessandro aus Italien ging.

Wieder zeigte sich der Grevener Judoka stark. Aber trotz aufopfernder Leistung konnte Falk Biedermann nicht punkten und unterlag nach knapp drei Minuten.

In der anschließenden Trostrunde war die Chance gegen den Europameister von 2016 gering. Durch seinen aggressiv geführten Griffkampf gelang es Falk dem Russen, Konstantin Simeonadis zwei Strafen aufzuzwingen. Eine dritte Strafe würde ein Han-soko-make ( Disqualifikation) bedeuten.

Dazu sollte es aber leider nicht mehr kommen.

Eine minimale Unachtsamkeit reichte dem Kämpfer aus Russland aus, um seine Chance zu nutzen. Mit dem Fall auf den Rücken ging auch dieser Kampf für Falk Biedermann verloren. Doch auch wenn es bis nach ganz oben nicht reichte, zeigte Falk Biedermann von Judo Club Greven eine hervorragende Leistung gegen Europas Spitze.

Am Montag stand noch ein Training auf dem Plan, bevor es am Abend zurück in die Heimat ging.

Doch auch dort heißt es für den Bundesliga-Kämpfer, keinesfalls auszuruhen. Nachdem es am 26. Mai zum Bundesliga-Kampftag nach Mannheim geht, freut sich Biedermann bereits jetzt über die Nominierung zum European-Judo-Cup in Leipnitz Österreich am 2. Juni.

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