Fr., 15.06.2018

Judo: Westdeutsche Mannschaftsmeisterschaften Den Großen das Fürchten gelehrt

Hochmotivierte Kämpfer, bei denen jeder für jeden alles gibt, ein engagiertes und kompetentes Trainerteam gepaart mit jeder Menge Spaß – so lautet das Erfolgsrezept der U16-Mannschaft des Judo Club Greven.Ausgelassener Jubel: Nach dem Gewinn der Bronzemedaille lagen sich die Nachwuchsjudoka in den Armen. Gegen Witten wuchs Greven Nachwuchsjudoka Max Asche (r.) über sich hinaus und steuerte überraschend ein Punkt bei.

Hochmotivierte Kämpfer, bei denen jeder für jeden alles gibt, ein engagiertes und kompetentes Trainerteam gepaart mit jeder Menge Spaß – so lautet das Erfolgsrezept der U16-Mannschaft des Judo Club Greven.Ausgelassener Jubel: Nach dem Gewinn der Bronzemedaille lagen sich die Nachwuchsjudoka in den Armen. Gegen Witten wuchs Greven Nachwuchsjudoka Max Asche (r.) über sich hinaus und steuerte überraschend ein Punkt bei. Foto: Judoclub Greven

Greven - 

Die U16-Junioren des Judoclubs Greven strotzen nur so vor Selbstvertrauen. Nach dem Gewinn der Bezirksmeisterschaft sorgen sie auch bei den Westdeutschen Titelkämpfen für Furore.

Hochmotivierte Kämpfer, bei denen jeder für jeden alles gibt, ein engagiertes und kompetentes Trainerteam gepaart mit jeder Menge Spaß – so lautet das Erfolgsrezept des Judo Club Greven, der eine weiteres Mal sportlich aufhorchen lässt. Diesmal ist es die U16 Mannschaft, die für Furore sorgt. Dem souveränen Bezirksmeister gelang es bei der Westdeutschen Mannschaftsmeisterschaft in Mönchengladbach, eine ohnehin schon glänzende Saisonbilanz zu toppen: Mit dem Gewinn der Bronzemedaille.

Dabei verlief der Start für den Außenseiter zunächst alles andere als verheißungsvoll. In der ersten Begegnung machte der noch zum jüngsten Jahrgang gehörende Timon Beinker in der Gewichtsklasse bis 46 Kilogramm den Anfang gegen seinen Gegner vom TSV Bayer 04 Leverkusen. Weder ihm noch seinem nachfolgend kämpfenden Teamkameraden Maximilian Martens (-52kg) gelang es, eine Wertung zu erzielen. Weil auch Max Asche anschließend unterlag, war diese erste Begegnung beim Stand von 0:3 nicht mehr umzubiegen. Sönke Biedermann (-66kg) und Daniel Romanov (+66kg) verkürzten immerhin noch auf 2:3 gegen den späteren Westdeutschen Vize-Mannschaftsmeister.

Angestachelt von dieser bitteren Niederlage ging es für die Grevener weiter in der Trostrunde gegen die Mannschaft von Kentai Bochum. Zwar zeigten Philipp Andres (-46kg) und Timofej Bernhard (-52kg) starke Vorstellungen und boten ihren körperlich überlegenden Gegnern Paroli, dennoch gingen auch diese Kämpfe verloren.

So hieß die Aufgabe, erneut einen 0:2-Rückstand aufzuholen. Den Anfang dafür machte Max Asche. Er ließ dieses Mal keinen Zweifel aufkommen und dominierte den Kampf von Beginn an. Den fälligen Ippon (Höchstwertung) kassierte der Grevener dieses Mal auch zweifellos für seine Spezialtechnik. Sönke Biedermann konnte ebenfalls vorzeitig in einem spannenden Kampf als Gewinner die Matte verlassen und zum 2:2 ausgleichen. Den letzten und entscheidenden Punkt sammelte Daniel Romanov in der +66kg-Kategorie ein.

Nach diesem knappen Sieg ging es dann etwas nervenschonender weiter gegen die Mannschaft des Judo Team Wesslingen (4:1).

Spannend der Auftritt gegen den Vize-Westdeutschen-Mannschaftsmeister des vergangenen Jahres. Gegen SUA Witten mussten die Grevener erneut einen 0:2-Rückstand wegstecken. Im entscheidenden Kampf gelang es schließlich Daniel Romanov, die Oberhand zu behalten und so seiner Mannschaft den überraschenden Sieg zu sichern, durch den der Judo Club als Poolsieger der Trostrunde zurück ins Halbfinale der Hauptrunde rutschte.

Dort war gegen die Mannschaft des SSF Bonn außer einem Ehrenpunkt von Sönke Biedermann beim 1:4 nichts zu holen.

Doch die Trainer Sandra Landmayer und Franz Greiling fanden offenbar die passenden Worte, um ihr Team nach dieser Niederlage aufzubauen. In der letzten entscheidenden Begegnung um die Bronzemedaille war der letztjährige Dritte, der Bühler TV, der Gegner, den Greven am Ende mit 3:2 nieder rang.

An Spannung nicht mehr zu überbieten tobten die Anhänger beider Mannschaften beim Stand von 2:2 auf den Rängen, als die letzte und wieder einmal entscheidende Gewichtsklasse +66Kg auf die Matte gerufen wurde. Für Stille im Brühler Block sorgte der erneut überzeugend kämpfende Daniel Romanov, der souverän den letzten Punkt für Greven sicherte. Ausgelassen und voller Freude fielen sich sowohl die aufgestellten Kämpfer als auch die mitgereisten Ersatzkämpfer Florian Prinz, Alexander Romanov und Justus Holtmann, die ebenfalls einen großen Verdienst an diesem Erfolg haben, in die Arme.

► Dank des dritten Platzes hat sich die U16 für die Deutsche Vereinsmannschaftsmeisterschaft im Dezember qualifiziert.



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