Fußball: DJK BW Greven
Schwung für den Mädchenfußball

Greven -

Auf die Fußball-Abteilung von DJK BW Greven wartet erneut eine Großveranstaltung. Am kommenden Samstag sind die Mädchen an der Reihe – insgesamt 28 Mannschaften werden in den unterschiedlichen Altersklassen am Sportgelände Emsaue erwartet. Elf Teams nutzen dabei die günstige Gelegenheit, am Gelände zu übernachten und das Gemeinschaftsgefühl dabei zu stärken.

Dienstag, 26.06.2018, 18:00 Uhr aktualisiert: 27.06.2018, 11:18 Uhr
Am kommenden Samstag steht der Mädchenfußball im Mittelpunkt. Darüber freuen sich (v.l..) Christian Tophoff (Kreissparkasse Steinfurt), Sandra Weddeling (DJK-Sportvorstand) und Thomas Scheffler-Talmann (Turnierleiter).
Am kommenden Samstag steht der Mädchenfußball im Mittelpunkt. Darüber freuen sich (v.l..) Christian Tophoff (Kreissparkasse Steinfurt), Sandra Weddeling (DJK-Sportvorstand) und Thomas Scheffler-Talmann (Turnierleiter). Foto: th

Der Frauenfußball erfreut sich in Deutschland großer Bekanntheit und Beliebtheit. Davon ist der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach wie vor überzeugt, obschon sein Flaggschiff, die mit zwei WM- und acht EM-Titeln dekorierte Frauen-Nationalmannschaft in den vergangenen Jahren etwas aus der Erfolgsspur geraten ist. Nicht nur an der Spitze steckt Sand im Getriebe, auch die Basis hat zu kämpfen. Thomas Scheffler-Talmann organisiert am kommenden Wochenende den Sparkassen-Soccer-Cup, ein Mädchenfußballturnier für vier Altersklassen. Er meint: Um den Frauen- und Mädchenfußball stand es schon einmal besser.

Am kommenden Samstag will sich die DJK einmal mehr von ihrer besten Seite präsentieren. Zum einen als Gastgeber, wenn 28 U11-, U13-, U15- und U17-Teams von 9 Uhr an im Stadion Emsaue gegeneinander antreten. Überdies verbringen elf Teams gleich das gesamte Wochenende auf dem DJK-Gelände, wo sie ihre Zelte aufschlagen. Das Sommerturnier vom vergangenen Wochenende lässt grüßen.

Freilich fällt der Sparkassen-Soccer-Cup eine Nummer kleiner aus als das Jungen-Turnier eine Woche vorher. Eine prima Gelegenheit, in Sachen Mädchenfußball die Werbetrommel zu rühren, ist die Veranstaltung jedoch allemal. Werbung, das betont Scheffler-Talmann, kann dieser Bereich gar nicht genug vertragen.

Nach der Heim-WM 2011, in deren Vorfeld der Fußballverband mächtig aufs Gaspedal gedrückt hat, ist es aus Sicht des Turnierleiters spürbar ruhiger geworden bei den Bemühungen, den Mädchenbereich nach vorne zu bringen.

Sein Verein scheint das beste Beispiel für die negative Entwicklung zu sein zu sein. Zwar schickt die DJK vier Mädchenteams ins Rennen, doch der Zulauf ist spürbar geringer geworden. Mit Folgen: In der kommenden Saison stellt die DJK zwar eine U19 sowie zwei U13-Teams. Im Unterbau klafft jedoch eine Lücke. Eine U11-Mannschaft muss sich erst noch finden.

Auch im Frauenbereich gelingt es dem Verein nach dem gescheiterten Spielgemeinschaftsprojekt mit dem VfL Ladbergen nicht, Fuß zu fassen. Talentierte Spielerinnen seien vor diesem Hintergrund schwer zu halten, meint Scheffler-Talmann. Zum Ende dieser Saison verliert sein Verein drei Talente, die sich Richtung Emsdetten und Mecklenbeck verabschieden.

Insgesamt sind die Zahlen im Mädchenbereich rückläufig, was sich auch auf die Anzahl der am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften auswirkt. Weil ausreichend Gegner zur Mangelware werden, war zuletzt eine Spielklassen-Reform im Gespräch, um statt zwei drei Jahrgänge zusammen zu fassen.

Derweil wünscht sich Thomas Scheffler-Talmann, der Verband möge sich mehr ins Zeug legen und die Vereine unterstützen, so wie es der Berliner Fußballverband seit einigen Jahren erfolgreich tut.

Aus Berlin ist am kommenden Samstag übrigens der FFC mit seiner U17 und U11 am Start. Die Berlinerinnen sind nicht die einzigen weit gereisten Gäste beim Sparkassen-Soccer-Cup. Der FC Schweinfurt, GW Brauchweiler, der FFC Recklinghausen der CFR Düsseldorf sind ebenfalls mit von der Partie, um in Sachen Mädchenfußball fleißig die Werbetrommel zu rühren.

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