So., 15.07.2018

Fußball: DJK BW Greven „Das ist meine Wunsch-Adresse“

Neu bei der DJK: Trainer Sven Klein.

Neu bei der DJK: Trainer Sven Klein. Foto: Stefan Bamberg

Greven - 

Sven Klein ist neu bei DJK BW Greven – und will sich schnell eingewöhnen.

Von Stefan Bamberg

Da sage noch einer, das mit dem Online-Dating klappt doch eh nicht. Denn dass die DJK Greven jetzt einen Neuen an der Seitenlinie hat, ist – zumindest ein bisschen – auch den Kollegen von „Heimspiel“ zu verdanken. Weil sie dort ja gerne mal Klubs und Coaches verkuppeln: Trainer-Tinder sozusagen – oder, da die Sache ja bestenfalls länger halten soll, vielleicht doch eher Übungsleiter-Parship? Im Fußball-Magazin hat Sven Klein gelesen, dass sie in Greven einen neuen Chef suchen. Und wusste ziemlich fix: „Das ist meine Wunsch-Adresse.“

Das Kennenlernen – na gut, das funktionierte dann doch wie früher: Gespräche mit DJK-Sportleiter Peter Talmann, das Abchecken der gegenseitigen Erwartungen – die Einigung. Die erste A-Liga-Herausforderung in der Laufbahn des Sven Klein, sie hat vergangenen Montag offiziell begonnen. Und, der Mann lernt offenbar schnell: „Manchmal hakt es noch ein wenig – aber ich kenne im Prinzip schon alle Namen hier.“

Dreimal wöchentlich lässt er seine Belegschaft auf der Übungswiese antanzen, ist aber auch ein Freund des Testspiels: „Die machen Spaß und sind wichtig, um sich vor der Saison ein gutes Gefühl zu holen.“ Die erste Pflichtaufgabe ist dann das Kreispokalmatch in Westbevern am 4. August: „Ich habe keine Lust, da auszuscheiden“, meint Klein. „Für jede überstandene Runde eine Kiste Bier, darüber können wir gerne reden.“

Noch vor ein paar Jahren hat er fürs Erreichen sportlicher Ziele wohl eher Döner oder Cola ausgelobt – Klein hat nämlich eine grundsolide Fußballlehrer-Karriere hinter sich: bei den Allerkleinsten angefangen, arbeitete er lange als Jugendtrainer bei seinem Heimatklub SC Sprakel, ehe er 2016 zu Emsdetten 05 ging. Dort lenkte er bis vor kurzem noch die Geschicke der dritten Mannschaft in der B-Liga. Als sie in der Nachbarstadt quasi die komplette Abteilung neu aufstellen wollten, entschloss sich der berufliche Schlosser zu Selbigem: Zumal es von seinem Wohnort Sprakel – wo er sich mit Frau und zwei Kids pudelwohl fühlt – nur ein Katzensprung bis in die Emsaue ist.

Und dort? Wird jetzt geschwitzt. Aber auch am freundlichen Miteinander gefeilt: „Nur eine Mannschaft, in der die Stimmung gut ist“, glaubt Klein, „wird am Ende auch richtig gut kicken.“



https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5908406?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686793%2F