Do., 19.07.2018

Fußball: SC Reckenfeld Tapfer unter die kalte Dusche

Mit Schrecken blickt Reckenfelds Nummer Eins Sebastian Schollmeyer dem Ball hinterher: Beim Torschuss-Versuch von Emsdettens Stürmer Jan Kortevoß prallte das Leder aber nur gegen den Pfosten.

Mit Schrecken blickt Reckenfelds Nummer Eins Sebastian Schollmeyer dem Ball hinterher: Beim Torschuss-Versuch von Emsdettens Stürmer Jan Kortevoß prallte das Leder aber nur gegen den Pfosten. Foto: Luca Pals

Reckenfeld - 

Mit 0:5 haben die Reckenfelder Fußballer das Pokalspiel gegen Borussia Emsdetten verloren, sich dabei aber gut aus der Affäre gezogen.

Wenn sich der eine oder andere bei warmen Wetter zuletzt unter eine kalte Dusche stellen konnte, war dieser auf der glücklichen Seite des Lebens. Unter der kalten Dusche, die der SC Reckenfeld am Mittwochabend stand, machten die Kicker von Coach Julian Lüttmann einen guten Eindruck: Das erste Spiel der Saison – kein Testspiel, gleich der Knüller in der ersten Pokal-Runde: Vor eigenem Publikum gegen Vorjahressieger und Westfalenligist Borussia Emsdetten. Nach 90 tapferen Minuten stand das erwartete Aus. 0:5 der Endstand.

Erst seit zwei Wochen ist der SCR mit seinen Spielern – von denen wegen Urlaub, Arbeit und Krankheitsfällen bei weitem nicht alle vor Ort sind – auf dem grünen Rasen. Einen Test gab es bisher nicht. Und so sah es dann auch aus: In den ersten Minuten überrollte die Borussia den Gastgeber, gab durch Nick Wedi und Jan Kortevoß den Ton an und traf gleich dreimal ins Schwarze (10./11./14.). Die Partie war damit entschieden. Erst wird Karl Hoffmann von Tom Holöchter frei vor dem Tor angespielt, muss nur noch einschieben. Nick Wedi traf per Kopf zum 2:0 und Robin Schölling netzte per Sonntags-Schuss an einem Mittwochabend ein.

Lüttmann: „Wir hatten zu viel Angst und zu viel Ehrfurcht. Danach war es natürlich entschieden.“ Der Coach sieht trotzdem einige gute Ansätze: „In der zweiten Halbzeit waren wir mutiger, haben uns durch das Zentrum nach vorne gespielt, waren präsent in den Zweikämpfen und haben es geschafft, uns flach spielend zu befreien.“ In Hälfte zwei gab es trotzdem nur eine Chance: Meik Kaufmann setzte einen Freistoß von halblinks über die Latte, Emsdetten traf noch zweimal das Tor. Fazit von Roland Westers, Emsdetten-Coach: „Besonders in der zweiten Hälfte haben wir viel Luft nach oben gehabt. Wir müssen noch sehr an uns arbeiten“, sagt er und steigt mit einem 5:0 ins Auto nach Emsdetten.



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