Fr., 17.08.2018

Fußball: Jürgen Röös Der Mann für alles

Der ehemalige Telgter Jürgen Röös hat bei der DJK BW Greven mehrere Jobs übernommen. Der heute 57-Jährige (das kleine Foto ist von 2006) hat früher in Westbevern, Telgte und Ostbevern trainiert.

Der ehemalige Telgter Jürgen Röös hat bei der DJK BW Greven mehrere Jobs übernommen. Der heute 57-Jährige (das kleine Foto ist von 2006) hat früher in Westbevern, Telgte und Ostbevern trainiert. Foto: Aumüller

Telgte/Westbevern/Ostbevern/Greven - 

Jürgen Röös – der Mann für alles hat im Fußballgeschäft schon viel erlebt.

Von Ralf Aumüller

Das war einer dieser schönen typischen Jürgen-Röös-Sätze. In der Halbzeit des Kreispokal-Spiels in Vadrup zwischen Ems Westbevern und der DJK Blau-Weiß Greven (Endstand 5:1) sagte der Interimscoach der Gäste: „Lasst den Ball laufen, der hat die meiste Luft.“ So kennt man ihn noch in Westbevern, in Telgte und in Ostbevern. In den 1990er-Jahren war Röös zwei Jahre lang Spielertrainer beim SV Ems, dann hat er die A-Jugend der SG und übergangsweise die zweite Telgter Mannschaft gecoacht. Später stand er bei den BSV-Damen an der Seitenlinie.

Jetzt wirkt Röös, der 2015 von Telgte nach Saerbeck gezogen ist, bei der DJK Greven – in vielen Funktionen. Die erste Mannschaft betreut er nur phasenweise, weil Cheftrainer Sven Klein verhindert war (Urlaub). Eigentlich coacht Röös in der zweiten Saison die Grevener Reserve in der Kreisliga C. Aber der ehemalige Berufssoldat, der 2013 als Oberstabsfeldwebel im Fernmeldebereich in Pension gegangen ist, tut noch mehr. Ab nächster Woche steht er zusätzlich bei den D 1-Junioren auf dem Platz – als regulärer Übungsleiter –, und kommissarisch bei der A-Jugend. „Ich bin aber auch noch im Fußball-Ausschuss, im Sponsoren-Ausschuss und ein bisschen als Materialwart tätig“, listet Röös auf. Er ist die Allzweckwaffe bei den Blau-Weißen. „Momentan ja, aber das wird wieder weniger“, sagt der 57-Jährige. Die Aushilfe bei der Ersten und bei der U 19 ist nicht von Dauer. „Ich muss ja auch noch einen Riesengarten versorgen“, lacht Röös.

Früher hatte er schon mal die DJK-Erste trainiert, später half er mit beim Neuaufbau eines Frauenteams. Sein höchstes Traineramt bekleidete er bei den Damen von Preußen Borghorst in der Regionalliga. Das war damals, vor Einführung der Zweiten Liga, die zweithöchste deutsche Klasse. Als aktiver Fußballer hat er es zu einigen Einsätzen in der Verbandsliga gebracht, sonst kickte er meist in der Bezirksliga.

Ganz abgeschworen hat Röös dem höherklassigen Fußball noch nicht. „Wenn ein Angebot kommen würde, zum Beispiel aus der Bezirksliga“, sagt er auf Nachfrage, „dann wäre ich nicht abgeneigt, darüber nachzudenken. Dann würde ich das aber erst mit der DJK besprechen.“ Heute steht für ihn schon fest: Mit 60 ist als Trainer Feierabend. „Ganz sicher“, betont Röös. „Ich möchte auch mal am Spielfeldrand stehen, einfach nur zuschauen und meinen Senf dazugeben.“ Aus der Vereinsarbeit will er sich in drei Jahren aber nicht zurückziehen. Dass er dann weiterhin „administrative Aufgaben“ übernehmen will, werden sie in Greven erleichtert zur Kenntnis nehmen.

Sein Sohn Martin Röös ist gerade vom TuS Freckenhorst zum Bezirksliga-Aufsteiger SG Telgte zurückgekehrt. Gut möglich, dass sein Vater öfters mal bei seinem ehemaligen Verein vorbeischaut. Jürgen Röös verspricht: „Ich gucke bestimmt auch mal zu, wenn es hinhaut.“ Wenn es die vielen Jobs bei der DJK Greven dann gerade zulassen.



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