Mi., 29.08.2018

Fußball: Kreisliga B Müllers Knüller reicht nicht ganz

Ein phasenweise begeisternder Kick in der Schlage: Oft hatten die Gimbter Abwehrrecken so viel zu tun wie bei diesem Havixbecker Freistoß-Hammer – nach der Pause aber kamen sie besser ins Spiel. Und erkämpften sich im B-Liga-Auftaktschlager zumindest ein 1:1.

Ein phasenweise begeisternder Kick in der Schlage: Oft hatten die Gimbter Abwehrrecken so viel zu tun wie bei diesem Havixbecker Freistoß-Hammer – nach der Pause aber kamen sie besser ins Spiel. Und erkämpften sich im B-Liga-Auftaktschlager zumindest ein 1:1. Foto: Stefan Bamberg

Gimbte - 

Das selbst ernannte Topspiel, es wurde seinem eigenen Anspruch gerecht. BG Gimbte und SW Havixbeck lieferten sich zum B-Liga-Start einen furiosen Fight. Mit einem Punkt für beide. Und einer wahnsinnigen Klebe am Freitagabend.

Von Stefan Bamberg

Die alte Schlage-Stadionuhr zeigt kurz vor neun, und wäre das hier die Kirmes, würde der Mann im Kassenhäuschen jetzt ankündigen, dass die nächste Fahrt rückwärts geht. Ein Einwurf, ein kluger Querpass, und dann – Achtung! – Marius Müller! Der Sonntagsschuss war gestern – hier ist die Freitagabend-Klebe! Müllers Knüller aus 25 Metern, voll in den Knick, 1:0. Es ist der Moment, der BG Gimbte fast einen Traumstart beschert hätte. Aber halt nur fast – denn am Ende geht der Liga-Auftakt gegen SW Havixbeck 1:1 (0:0) aus.

Hätte man das BG-Coach Dragan Grujic nach der ersten Halbzeit gesagt – er hätte wohl genauso ansatzlos unterschrieben wie Kollege Müller abzieht. Denn so, wie das anfangs läuft, können sich die Gimbter den Gang über den Grevener Rummel sparen – im Sechzehner haben sie nämlich ihren eigenen: Die Gastgeber sind erst mal nur mit Verteidigen beschäftigt – nach elf Minuten hat Havixbeck bereits sechs Ecken. Und in der zwölften einen grandiosen Freistoß – Marco Laufmöller und die Latte machen gemeinsame Sache, um den frühen Rückstand zu verhindern.

Die Grujic-Elf kommt nur langsam aus dem Quark: Adam Kozakowski immerhin mal mit zwei Versuchen (23./27.). Derweil sind die Gäste bei gefühlt 57 Eckbällen angelangt – nicht auszudenken, wenn sie heute auch noch einen hätten, der die schießen kann. Keine wird so richtig gefährlich.

Ansonsten ist das selbst ernannte Topspiel aber ein begeisternder Kick: Christoph Wesselmann bringt den Rock‘n‘Roll auf die linke Seite, und kriegt die dicke Führungschance – drüber (52.). Doch Blau-Gelb setzt nun alles auf Rot: Stefan Woita wird gerade noch geblockt – und dann, ja dann packt der Müller einen aus, da schießt er den Fans die Bratwurst aus der Pappschachtel – 1:0, 71. Minute.

Schade für BG, allerdings absolut leistungsgerecht ist, dass dieser Hammer nicht zum Sieg reicht: In der 84. passiert das, was Grujic nur treffend mit „Patsch, patsch, patsch“ beschreibt – eine famose SWH-Kombination führt zum späten Ausgleich.



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