Do., 06.09.2018

Greven Gimbte und der Irrsinn von Münster

Marco Wienkamp erzielte vier Treffer für BG Gimbte. 

Marco Wienkamp erzielte vier Treffer für BG Gimbte.  Foto: Maximilian von den Benken

Gimbte - 

Mit 6:4 siegte BG Gimbte bei der „Zweiten“ von Borussia Münster. So verrückt wie das Ergebnis klingt, so verrückt war auch der Spielverlauf, dem aus Gimbter Sicht vor allem ein Akteur seinen Stempel aufdrückte.

Von Stefan Bamberg

Ein Glück für Dragan Grujic, dass der Kollege Adam Kozakowski auch mithört, als die Zeitung anruft. Sonst wäre es wohl schwierig geworden, diesen Irrsinn nachzuerzählen. 6:4 (2:4) hat BG Gimbte gestern bei Borussia Münster II gewonnen – ein einziges Spektakel mit zehn Hütten. Wie die alle gefallen sind? Grujic und Kozakowski machen am Telefon gemeinsame Sache – vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei.

Zuerst traf blöderweise fast nur der Gegner: viermal in der ersten Halbzeit (10./27./28./37.), viermal aus der Distanz, viermal Borussias Knipser Danny Banach. Marco Wienkamps zwischenzeitliche Buden zum 1:1 (14.) und 2:4 (39.) drohten zur Ergebniskosmetik zu verkommen. Was Grujic verwunderte: „Denn unsere Leistung war eigentlich gar nicht so schlecht.“

Aber halt auch noch lange nicht so gut wie nach der Pause: Der Anschlusstreffer kurz nach dem Wechsel durch einen Wienkamp-Volley (47.), das 4:4 durch eine Kozakowski-Klebe vom Elferpunkt (55.) – die Gimbter drehten nun richtig auf. „Das ist auch eine Kopfsache nach so einem Rückstand – daher großes Kompliment“, lobte der Coach – und sah nach 70 Minuten Fabian Rinks Schuss ins kurze Eck. Die erste blau-gelbe Führung gegen nun platte Münsteraner, denen Wienkamp noch das sechste und sein viertes Tor einschenkte (78.).



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