Do., 06.09.2018

Jugendfußball: Kreispokal Starke Nerven im Elfmeterschießen

Ein Auftakt wie er schöner nicht hätte sein können: Jens Kurney.

Ein Auftakt wie er schöner nicht hätte sein können: Jens Kurney. Foto: th

Greven - 

Die C-Juniorebfußballer des SC Greven 09 lassen gleich zu Saisonbeginn aufhorchen. Mit 7:5 zwingt der Landesligaaufsteiger den Titelverteidiger Münster 08 in die Knie.

Von Sven Thiele

Mit einem Paukenschlag sind die C-Juniorenfußballer des SC Greven 09 am Mittwochabend in die Saison gestartet. In einem packenden Pokalspiel beförderten die Grevener den Titelverteidiger und Westfalenligisten Münster 08 mit 7:5 aus dem Wettbewerb. Schätzungsweise 150 Zuschauer sahen nicht nur ein mitreißendes Fußballspiel. Sie bekamen obendrauf eine Verlängerung und ein dramatisches Elfmeterschießen geboten, an dessen Ende die 09er mit fünf verwandelten Schüssen die glücklicheren waren und die in die nächste Runde einzogen, wo mit Ottmarsbocholt oder Senden eine durchaus lösbare Aufgabe wartet.

Jens Kurney war nach diesem Flutlichtspiel hin und weg. „Das war Champions-League-Feeling“, beschrieb Grevens Trainer die Stimmung bei diesem Erstrundenkracher, der alle Erwartungen erfüllte. Auf der Heimseite der Landesligaaufsteiger, dessen intensive Saisonvorbereitung sich in der Verlängerung dieses Kräfte zehrenden Spiels auszahlen sollte. Ihm gegenüber der Westfalenligist aus Münster, der wie erwartet zunächst tonangebend war. „Wir haben 08 das halbe Spielfeld überlassen“, erklärte Kurney, dass sein Team ganz bewusst zunächst den Gegner kommen ließ. Diese Rechnung ging auch deshalb auf, weil Greven immer wieder gefährliche Konter setzte. Einen davon versenkte Timo Witt kurz vor der Pause zum 1:0 für die Gastgeber.

Fortan erhöhte Münster den Druck, während Greven in der Defensive sicher stand und weiterhin auf Gegenstöße lauerte. Nach einem Eckstoß war es Henry Wellenbrock, der die 09er zum zweiten Mal an diesem Abend jubeln ließ.

Doch der Titelverteidiger gab sich trotz des Rückstandes nicht geschlagen, erhöhte den Druck und glich durch ein Grevener Eigentor sowie eine Standardsituation zum 2:2 aus. Und erzwang so die Verlängerung.

„Dort sind wir mehr und mehr ins Spiel gekommen“, berichtete Kurney. „Ich hatte den Eindruck, dass wir die fittere Mannschaft waren.“ Auke Dettloff hätte für die 09er den Sack zumachen können, doch er verpasste denkbar knapp den Führungstreffer. Besser lief es im Elfmeterschießen, in dem sich die fünf Grevener Torschützen keine Blöße gaben und souverän ins Schwarze trafen. Am fünften Münsteraner Schützen war es, für die Entscheidung zu sorgen. Er schoss den letzten Ball über das Tor in den Grevener Nachthimmel und sorgte so für ausgelassenen Jubel beim SC 09.



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