Fußball Bezirksliga
Dosenöffner Kücükosman

Greven -

Der SC Greven 09 und Cheruskia Laggenbeck liefern sich ein packendes Duell. Am Ende jubeln die Grevener, weil sie sich als gewiefte Dosenöffner erweisen.

Montag, 17.09.2018, 00:00 Uhr
Diesmal nicht nur Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, sondern auch als zweifacher Torschütze spielentscheidend: Emre Kücükosman.
Diesmal nicht nur Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, sondern auch als zweifacher Torschütze spielentscheidend: Emre Kücükosman. Foto: th

Mit Chersukia Laggenbeck verhielt es sich an diesem Sonntagnachmittag wie mit einer widerspenstigen Dose. Sie zu öffnen, erwies sich für die Fußballer des SC Greven 09 als überaus kompliziert. Zunächst versuchten sie es mit Geschick, später mit immensem Kraftaufwand. Und als alles nichts zu helfen schien, drängten und drückten sie so lange, bis der Deckel endlich aufsprang und die drei Punkte frei gab. In Emre Kücükosman wussten die 09er einen Mann in ihren Reihen, der den passenden Dosenöffner zur Hand hatte. Beim 2:1 (1:1) sorgte Grevens spiel- und laufstarker Mittelfeldmotor für die beiden entscheidenden Treffer in einem bisweilen hitzig geführten Duell.

Das begann mit dem besseren Start für die in der Offensive zu Recht gefürchteten Laggenbecker. 21 Minuten waren gespielt, als Nico Stehr seinen Bewachern entkam und zum 1:0 einschob. Für die an diesem Tag defensiv ausgerichteten Gäste verlief bis zu diesem Zeitpunkt alles nach Plan.

Greven dagegen sah sich fortan dem Druck ausgesetzt, die passende Öffnung in der massiven Laggenbecker Deckung auf zu tun und gleichzeitig Daniel Hintze im Blick zu behalten, der auf Konter lauerte und immer mal wieder für Wirbel vor dem Tor von Luca Dömer sorgte.

Auf der Gegenseite ließen sich zwei 09er nicht mehr halten in ihrem Vorwärtsdrang. Bernd Lakenbrink, mal von links, dann wieder von rechts, platzierte einen Ball nach dem anderen in der Mitte, wo mit Patrick Fechtel und Nicolas Kriwet zwei brandgefährliche Abnehmer standen. Allein der letzte Tick fehlte. Kriwet wollte es dabei nicht bewenden lassen und holte sich immer wieder die Bälle ab und tankte sich durch die Laggenbecker Abwehr. Ihm Einhalt zu gebieten erwies sich für die Gästespieler als nahezu unlösbare Aufgabe.

Vielleicht fehlte ihnen in der 37. Minute deshalb auch der Blick für den dritten auffälligsten Grevener. Nach einem Eckstoß versenkte Emre Kücükosman per Kopf den Ball zum 1:1-Ausgleich.

Er war es auch, der in der Schlussphase für die Entscheidung sorgte. Zu diesem Zeitpunkt gab es schon lange nur noch eine Richtung. Und die wies den Weg in Richtung Laggenbecker Tor, das die 09er mit immensem Kraftaufwand belagerten. Mit dem in der 70. Minute eingewechselten Julian Loose machte auch Andreas Sommer deutlich, dass er sich mit dem einen Punkt nicht begnügen wollte. Er und seine Spieler setzten alles auf eine Karte – und wurden belohnt. Nach einem Foul an Patrick Fechtel versenkte Kücükosman den Ball unhaltbar (82.).

Und läutete eine Schlussphase mit Nachspielzeit ein, die sich für die Grevener unendlich lang anfühlte. Und die Gemüter auf beiden Seiten richtig zum Kochen brachte. Eine Rangelei zwischen Laggenbecks Trainer und einem 09-Spieler war der unrühmliche Höhepunkt. Unschön aus Sicht des SC 09 zudem die gelb-rote Karte des frühzeitig rot gefährdeten Steffen Herting. Am Ausgang änderte dies freilich nichts mehr. Greven jubelte über die erfolgreiche Mission, deren Ausgang Andreas Sommer als „hochverdient“ bezeichnete. Grevens Trainer attestierte seiner Mannschaft überdies eine „überragende Laufleistung.“

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