Kreisliga B1 Münster
Die Bank entscheidet

Greven -

Das Spitzenspiel zwischen Greven 09 II und dem SC Gimbte bringt einen klaren Sieger hervor. Der Grund liegt in dem breit aufgestellten Kader.

Montag, 01.10.2018, 00:00 Uhr aktualisiert: 01.10.2018, 17:10 Uhr
Starker Auftritt: Thomas Brüning bereitete gegen Gimbte einen Treffer vor und versenkte selbst zum zwischenzeitlichen 1:1. Das Nachsehen hat in dieser Szene Gimbtes Pascal Zickermann.
Starker Auftritt: Thomas Brüning bereitete gegen Gimbte einen Treffer vor und versenkte selbst zum zwischenzeitlichen 1:1. Das Nachsehen hat in dieser Szene Gimbtes Pascal Zickermann. Foto: th

Der SC Gimbte hatte an diesem Sonntagmittag zwar den besseren Auftakt erwischt. Doch das frühe 1:0 durch Adam Kozakowski (2.) konnte über eines nicht hinweg täuschen: Die bessere Mannschaft war der SC Greven 09 II. Nachdem die Elf von Martin Plagemann beim Aufeinandertreffen der vertrauten Nachbarn den Vorwärtsgang gefunden hatte, sorgte sie im Spitzenspiel der Kreisliga B für klare Verhältnisse. Und spielte einen 3:1 (0:1)-Derbyerfolg ein, der wie selten zuvor kaum Interpretationsspielraum bot.

Die Vorzeichen in diesem mit Spannung erwarteten Aufeinandertreffen hätten kaum unterschiedlicher sein können. Hier Gastgeber Greven 09, bei dem Martin Plagemann in personeller Hinsicht aus dem Vollen schöpft. Sein etatmäßiger Kader wurde zudem verstärkt durch Thomas Brüning, später Vorbereiter und Torschütze, sowie Sven Jaspert, der die zuletzt nicht ganz sattelfeste Abwehr stabilisieren half. Dort die Gäste aus Gimbte, die personell auf dem letzten Loch pfiffen. Einmal mehr musste auch der Spielertrainer ran. Obwohl angeschlagen biss sich Dragan Grujic 90 Minuten durch. Überdies musste Marco Laufmöller verletzungsbedingt nach einer Stunde seinen Platz im Tor der Gimbter räumen.

Zu diesem Zeitpunkt sah es noch so aus, als könne der SC Gimbte dem punktgleichen SC 09 die Stirn bieten. Auf den frühen Führungstreffer Kozakowksis fand die Grevener Offensivabteilung lange Zeit nicht die passende Antwort. Thomas Brüning (35.) verpasste den Ausgleich ebenso wie Lasse Menke (38.).

Erst nach der Pause und der Hereinnahme von Aly Camara wurde aus der Feldüberlegenheit der 09er eine handfeste Belagerung des Gimbter Gehäuses. Vier Minuten waren gespielt, als Thomas Brüning zum überfälligen 1:1 ausglich.

Doch damit nicht genug. In der 78. Minute ließ der ins Gimbter Tor gerückte Lennart Fisseler einen Schuss von Hendrik Plagemann abprallen. An Jonas Vennemann war es, zur Führung einzuschieben. Und weiter ging es in nur noch eine Richtung. Sehenswert der Treffer von Jonas Kortevoß. Seine Direktabnahme zappelte fünf Minuten später unhaltbar im Gimbter Tor.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt wirkten die Gimbter wie durchgeschüttelt. Dass ihnen die notwendigen Kraftreserven fehlten, war jetzt unübersehbar, weitere Gegentreffer nur eine Frage der Zeit und der Schlusspfiff wie eine Art Erlösung

Entsprechend klar fiel die Einordnung von Dragan Grujic aus: „Das war eine sehr starke zweite Halbzeit von 09“, stellte Gimbtes Spielertrainer anerkennend fest. „09 hat sehr clever gespielt.“ Gleichwohl mochte er mit seinem Team nicht allzu hart ins Gericht gehen. Zu groß erschien ihm der personelle Aderlass, der sich durch die gelb-rote Karte für Adam Kozakowski (88.) noch verschärfte.

Probleme, mit denen sich Martin Plagemann nicht beschäftigen muss. Sein breit aufgestellter Kader erwies sich als Schlüssel zum Erfolg und sicherte die Spitzenposition. Der 09-Trainer übte sich vielmehr als Mahner: „Wir dürfen jetzt nur nicht den Fehler machen nachzulassen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6089410?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686793%2F
Nachrichten-Ticker