Fußball: Kreisliga A
Auf der Suche nach dem Fallschirm

Greven -

Das ist bitter. Nach einem passablen Start in die neue Saison müssen die Fußballer von DJK BW Greven den Blick mittlerweile wieder nach unten richten. Vor allem die klare Niederlage zuletzt gegen die Warendorfer SU wurmte die Verantwortlichen, zumal es in dieser Partie auch an der Einstellung haperte. Nun hoffen die Blau-Weißen auf eine Kehrtwende, wenn es nach Mauritz geht.

Freitag, 05.10.2018, 17:00 Uhr aktualisiert: 07.10.2018, 14:46 Uhr
Es sieht nicht sonderlich rosig aus für die Fußballer der DJK. Zuletzt hatte die Mannschaft von Trainer Sven Klein drei Niederlagen in Serie kassiert.
Es sieht nicht sonderlich rosig aus für die Fußballer der DJK. Zuletzt hatte die Mannschaft von Trainer Sven Klein drei Niederlagen in Serie kassiert. Foto: Stefan Bamberg

Wenn sich Geschichte wiederholt, ist das ja nicht immer schlecht. Der Frühling, der dem Winter folgt, die erneute Wahl eines innovativen und glaubwürdigen Politikers (etwas seltener), das alljährliche Schützenfest – alles mehr oder weniger beliebte Wiederholungen. Der Sport an sich macht da keine Ausnahme – und wenn der FC Bayern München seine x-te Meisterschaft gewinnt, dann ist dieser Zyklus mittlerweile zwar langweilig geworden (natürlich nicht für Fans des Clubs von der Säbener Straße), aber auch ein Zeichen für die großartige Arbeit in diesem südlichen Bundesland. Auf was Fußballer gut verzichten können – und hier kommen wir zum Kern der Sache – ist ein sich wiederholender Abstiegskampf. Und der bahnt sich erneut beim A-Ligisten DJK BW Greven an. Beim Club von der Emsaue herrscht – wie im vergangenen Herbst – Alarmstimmung.

Wie in der Spielzeit 2017/18 starteten die DJK-Fußballer auch in der laufenden Saison ansehnlich, um nun abzustürzen. In den letzten drei Partien kassierten die Grevener Niederlagen, zuletzt beim 0:6 gegen die Warendorfer SU. Auch Peter Talmann, Sportlicher Leiter bei der DJK, neigt mittlerweile nachdenklich das schüttere Haupt. „Man muss schon zugeben, dass sich die Situation ein wenig zuspitzt. Das Spiel gegen Gelmer war ja noch durchaus in Ordnung. Doch die Leistung gegen Warendorf war grenzwertig.“

Besonders dramatisch sei dabei nicht die aktuelle Tabellensituation mit Rang 13 (sieben Punkte) nach acht Spieltagen, sondern das Fehlen einer grundsätzlichen Komponente, ohne die erfolgreicher Sport kaum möglich ist: die Einstellung. Talmann: „Wir haben im Moment ja auch einige Probleme mit verletzten oder erkrankten Akteuren. Aber so, wie die Spieler darüber hinaus auftreten, das reicht nicht aus.“

Im Umfeld der Mannschaft werde bereits Unmut laut, wobei Peter Talmann allerdings darauf hinweist, dass Trainer Sven Klein (noch) nicht im Zentrum der Kritik stehe. Die Saison sei ja noch jung, die Möglichkeit zu einer Trendwende gegeben. Geduld also angesagt beim Grevener Fußball-A-Ligisten, der am Sonntag bei DJK Mauritz gastiert.

Auf der anderen Seite macht Peter Talmann unmissverständlich klar: „Wir wollen mit allen Mitteln verhindern, dass es den Bach runtergeht. Bevor es so weit ist, werde ich da wieder mit reingehen.“ Das wäre dann – um im Bild zu bleiben – eine weitere Wiederholung.

In der vergangenen Saison hatte Talmann die DJK im Winter übernommen und aus dem selben geführt. Eine Vision, die Realität werden könnte, obwohl Peter Talmann gut darauf verzichten kann. Er coacht aktuell mit großem Spaß eine Nachwuchsmannschaft bei der DJK. Und dabei soll es, wenn eben möglich, auch bleiben.  

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