Fußball Bezirksliga
Keine Zeit für Geplänkel

Greven -

Mit dem SC Greven 09 und dem TuS Recke kreuzen zwei Teams die Klingen, die zu Recht im Spitzenfeld rangieren. Weil sie nur ein Punkt trennt, wundert es auch nicht, dass das Verfolgerduell unentschieden endet.

Montag, 12.11.2018, 00:00 Uhr
Das Tempo stimmte, der Wille war unverkennbar. Trotzdem reichte es für den SC Greven 09 am Sonntag nicht zu einem Sieg gegen den TuS Recke. Daran änderte auch der Fallrückzieher von Emre Kücükosman nichts.
Das Tempo stimmte, der Wille war unverkennbar. Trotzdem reichte es für den SC Greven 09 am Sonntag nicht zu einem Sieg gegen den TuS Recke. Daran änderte auch der Fallrückzieher von Emre Kücükosman nichts. Foto: th

Nicht selten kommt es vor, dass vermeintliche Spitzentreffen die in sie gesetzten hohen Erwartungen nicht erfüllen können. Nicht so am Sonntagnachmittag. Das Verfolgerduell zwischen dem SC Greven 09 und dem TuS Recke hatte viel zu bieten: hohes Tempo, rassige Zweikämpfe und Torchancen auf beiden Seiten. Alleine die Frage, wer sich am ehesten als Jäger von Tabellenführer Burgsteinfurt bezeichnen darf, wurde nicht beantwortet. Das 1:1 (1:1)-Unentschieden machte vielmehr deutlich: Hinter der Spitze formiert sich ein großes Kraftfeld.

Um im Bild zu bleiben: Besonders kraftvoll eröffnete zunächst der SC Greven 09 die Partie. Bis zum Führungstreffer in der Anfangsviertelstunde ließ der Gastgeber dem um einen Punkt schlechter platzierten Gast aus Recke kaum Luft zum Atmen. Folgerichtig der Führungstreffer. Patrick Fechtel nährte in dieser frühen Phase der Partie die Hoffnung auf den nächsten erfolgreichen Streich für sein Team.

Doch so schwungvoll die 09er auch begonnen hatten, nicht weniger dynamisch schalteten sie anschließend Gang für Gang zurück. Von nun an war der TuS Recke am Zug. Auf jegliches Mittelfeld-Geplänkel verzichtend unterstrich der Tabellenvierte seinen Anspruch, suchte blitzschnell den Weg Richtung Tor und setzte der gut organisierten Abwehr um Sebastian Sterthaus mächtig zu. Grevens Viererkette ließ dennoch wenig zu. Allein in der 20. Minute, Grevens Führung war gerade sechs Minuten alt, zappelte der Ball im Gehäuse von Luca Dömer. Der Treffer Mika Wesselmann stellte alles wieder auf Anfang.

Recke drängte weiter, Greven gefiel sich in der Rolle des Zuschauers. Bis zur Pause, in der Ulli Peppenhorst, der den erkrankten Andreas Sommer vertrat, offenbar die richtigen Wort fand. Pünktlich zum Wiederanpfiff fand seine Mannschaft zurück in die Partie. Vor dem eigenen Tor ließ sie zwar einige Distanzschüsse zu, suchte gleichwohl aber auch den Weg nach vorne und lieferte sich den erhofften offenen Schlagabtausch mit Recke. „Mit den ersten 15 Minuten bin ich zufrieden, mit der zweiten Halbzeit auch“, stellte Peppenhorst später fest.

Auch machte Grevens Co-Trainer keinen Hehl aus seiner Enttäuschung, dass es am Ende nicht zu mehr als dem 1:1 reichte. Möglichkeiten für Kriwet, Fechtel und Kücükosman gab es. Zwingende Chancen blieben jedoch Mangelware. Auf beiden Seiten, wo sich zwei gute Defensivreihen gegen überstanden. „Der letzte Pass fehlte“, räumte denn auch Peppenhorst ein. „Wir müssen mit dem 1:1 leben.“ Euphorisch klingt sicher anders.

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