Handball: Landesliga Damen
Sieg mit Bauchschmerzen

Greven -

Relativ knapp mit 19:15 setzten sich die Handballerinnen des SC Greven 09 am Wochenende gegen den HC Ibbenbüren durch. Mit der Leistung in der Offensive konnte Trainer Bogdan Oana nur phasenweise zufrieden sein. Doch am Ende setzte sich der heimische Landesligist doch verdient durch und verbleibt damit in der Spitzengruppe. Reifen die 09-Damen zu einem echten Spitzenteam?

Montag, 19.11.2018, 18:00 Uhr
Pia Haxter setzte sich mit den 09-Damen relativ knapp gegen Ibbenbüren durch und erzielte dabei insgesamt drei Tore.
Pia Haxter setzte sich mit den 09-Damen relativ knapp gegen Ibbenbüren durch und erzielte dabei insgesamt drei Tore. Foto: Heidrun Riese

Etwa zwölf Minuten dauerte die Phase, in der Bogdan Oana nach eigenen Angaben keine Bauchschmerzen hatte. Ansonsten musste er am Sonntagabend in der Emssporthalle ganz schön zittern, auch kurz vor Spielende noch. Denn die entscheidenden Treffer zum 19:15 (10:8)-Sieg über den 1. HC Ibbenbüren landeten seine Landesliga-Handballerinnen des SC Greven 09 gerade rechtzeitig. „Nur zehn Minuten vor Schluss stand es noch 14:14“, betonte der Trainer.

Was die Begegnung auf den ersten Blick etwas verkorkst wirken ließ, war die Tatsache, dass keine der Angriffsreihen eine wirklich gute Figur machte. Oft scheiterte es am Abschluss. Aber auch technische Fehler und Ballverluste sorgten dafür, dass es stellenweise sehr schleppend voran ging. Auf der anderen Seite stand eine engagierte Abwehr, die „unglaublich gut gearbeitet hat“, wie der SCG-Coach fand. Er sprach außerdem der A-Jugend-Keeperin ein dickes Lob aus, die mit starken Paraden einen großen Beitrag dazu leistete, den SCG-Kasten in der zweiten Halbzeit nahezu sauber zu halten. „Lenja Noetzel war einfach fantastisch“, freute sich Oana.

Als die 09-Damen nach 2:1-Führung (3.) in 2:4-Rückstand (5.) gerieten, begann schon das Nervenflattern. Nach holpriger Anfangsphase schien es in ruhigeres Fahrwasser zu gehen. Es waren besagte zwölf Minuten, in denen das SCG-Team keinen Gegentreffer zuließ sowie fünf Tore warf und damit aus einem 4:6-Rückstand (8.) eine 9:6-Führung (21.) machte. In dieser Phase bekamen die Zuschauer auch eine der spektakulärsten Abwehraktionen zu sehen: Als sich eine HCI-Spielerin einen 09-Abpraller holte und zum Tempogegenstoß ansetzte, wetzte Julia Hufelschulte hinterher und stellte sich ihrer Kontrahentin erfolgreich in den Weg (16.). Das selbe tat sie wenige Minuten später noch einmal (23.).

Bis nach dem Seitenwechsel der erste Treffer bejubelt werden durfte, verging eine gefühlte Ewigkeit. Pia Haxter brach den Bann mit ihrem Tempogegenstoß zum 11:8 (37.). Es war weiterhin ein Tanz auf dünnem Eis für die 09-Damen, die sich nach drei Gegentreffern mit dem 11:11-Ausgleich (40.) konfrontiert sahen. Bis zum 16:15 (53.) blieb es eine enge Kiste. Erst durch die Drei-Tore-Serie in der Schlussphase konnten die Grevenerinnen ihre Gäste erneut etwas auf Abstand bringen und ihre starke kämpferische Leistung mit dem 19:15-Endstand belohnen.

SC Greven 09: Quadflieg, Noetzel - Hufelschulte (6/1), Werning (4), Haxter (3/1), Suwelack (2), Austermann (1), Lamboury (1), Mikowsky (1), Schwitte (1), Everwin und Lake.

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