Fußball: Kreisliga A
DJK BW Greven: Das Ende eines Missverständnisses

Greven -

Sven Klein ist nicht mehr Trainer des Fußball-A-Ligisten DJK BW Greven. Damit reagierte der Verein auf die anhaltende Talfahrt des aktuellen Tabellenvorletzten der Kreisliga. Als Interimscoach wird nun erneut Peter Talmann agieren, der die DJK-Fußballer bereits in der vergangenen Saison vor dem Abstieg gerettet hatte. Klein reagierte enttäuscht auf die Entscheidung des Vereins.

Freitag, 23.11.2018, 18:00 Uhr aktualisiert: 25.11.2018, 14:38 Uhr

Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende – das ist nüchtern betrachtet wohl der Gemütszustand bei den Fußballern von DJK BW Greven. Nachdem es für den Fußball-A-Ligisten in den vergangenen Wochen oder gefühlt seit Monaten bergab gegangen war, haben die Verantwortlichen mit Peter Talmann an der Spitze nun die Reißleine gezogen und Trainer Sven Klein vor die Tür gesetzt. Talmann, der als Sportlicher Leiter die traurige Nachricht überbrachte, soll nun wie in der vergangenen Saison in die Bresche springen. Damit wiederholt sich die Interimslösung der vergangenen Saison, als Talmann die DJK vor dem Abstieg gerettet hatte.

Eventuell ist die aktuelle Lösung aber auch nur von kurzer Dauer und Talmann, der von Co-Trainer Timo Ascheberg unterstützt wird, steht nur bis zur Winterpause an der Seitenlinie. „Das ist noch nicht entschieden. Sollten wir in der kürze der Zeit keinen neuen Trainer finden, kommt auch eine Lösung bis zum Saisonende in Frage“, so Talmann.

Die Trennung von Sven Klein, erst im Sommer verpflichtet, kommt für den Sportlichen Leiter zum richtigen Zeitpunkt. Erstens habe der Tabellenvorletzte nun gute Chancen, vor der Winterpause wichtige Punkte zu sammeln, zweitens der neue Trainer (oder Interims-Coach Peter Talmann) in der Wintervorbereitung genügend Zeit, die Mannschaft neu einzustellen und für den Abstiegskampf zu wappnen. „Wir haben nur neun Punkte auf dem Konto. Damit stehen wir noch schlechter da als im vergangenen Jahr zum gleichen Zeitpunkt. Je länger man dann wartet, desto schlimmer wird es. Wir mussten einfach handeln“, sagt der alte und neue Trainer der Blau-Weißen.

Damit liegt Talmann im Prinzip richtig, denn in der Ergebnissportart Fußball liest sich die Bilanz der DJK mit zehn Niederlagen aus 15 Spielen bei nur zwei Siegen erschreckend. Dennoch bleibt auch ein fader Beigeschmack, denn die Ehe zwischen Klein und den Blau-Weißen war von Beginn an ein Missverständnis. Dem Emsdettener Sven Klein fehlte der Rückhalt im Verein und teilweise auch innerhalb der Mannschaft. Auf der anderen Seite hatte der Neuzugang aus der Nachbarstadt auch wenig dafür getan, sich innerhalb des Klubs zu vernetzen.

Klein selbst reagierte auf jeden Fall enttäuscht auf die Entscheidung der DJK. „Ich hatte zwar schon damit gerechnet, aber durchaus Hoffnungen, den Karren zusammen mit der Mannschaft aus dem Dreck zu ziehen. Natürlich ist Fußball eine Ergebnissportart. Aber ich ziehe mir den Schuh nicht alleine an. Wir mussten ja auch immer wieder mit Akteuren aus der Reserve spielen. So kann man keine Automatismen etablieren. Zudem haben wir einige sehr unglückliche Niederlagen kassiert. Ich meine, man hätte noch warten können“, so Klein, dem das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz natürlich nicht verborgen geblieben ist.

Die Karre aus dem Dreck ziehen müssen jetzt auf jeden Fall die Akteure auf dem Platz. Peter Talmann: „Es gab auch viel Gerede hinter den Kulissen. Wichtig ist aber jetzt, dass den Spielern die Entschuldigung genommen wird. Sie müssen es jetzt richten.“

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