Tischtennis Mini-Meisterschaften bei der DJK Greven
Große Freude mit kleinen Bällen

Greven -

Es geht auch darum, Talente zu entdecken. Noch vielmehr geht es der DJK, die die Mini-Meisterschaften wiederbelebt hat, darum, Kinder für den Tischtennissport zu begeistern. Mit einer Veranstaltung wie am vergangenen Samstag scheint der Verein auf einem guten Weg zu sein.

Dienstag, 11.12.2018, 16:00 Uhr aktualisiert: 12.12.2018, 14:18 Uhr
Mit voller Konzentration dabei: 24 junge Tischtennisspieler nahmen an der Mini-Meisterschaft der DJK in der Emssporthalle teil.
Mit voller Konzentration dabei: 24 junge Tischtennisspieler nahmen an der Mini-Meisterschaft der DJK in der Emssporthalle teil. Foto: th

Bastian Steger ist Tischtennisprofi. Der 37-Jährige zählt zu den deutschen Top-Spielern, schlägt aktuell für den Bundesligisten Werder Bremen auf und wird gerne als Beispiel dafür angeführt, wie aus einem Mini-Meister ein Deutscher Meister werden kann. Schließlich hat die Karriere des in der Weltrangliste auf Rang 32 geführten Stegers Ende der 1990er Jahre bei Tischtennis-Mini-Meisterschaften ihren Anfang genommen. Jenem Turnierformat, das die DJK am vergangenen Samstag in der Emssporthalle wiederbelebt hat.

Tischtennis-Mini-Meisterschaften

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Idee der Mini-Meisterschaften ist es, Tischtennis-Talente ausfindig zu machen. Dass aus dem Turnier ein Vize-Europameister wie Bastian Steger hervorgeht, ist gleichwohl eine Ausnahme. Und für die ausrichtende DJK, die an diesem Samstag acht Courts in der Emssporthalle aufgestellt hat, nicht das vordergründige Ziel. „Wir suchen nicht den späteren Deutschen Meister“, stellt Reinhard Rothe klar. Der ehemaliger Zweitliga-Spieler, der sich bei der DJK in Sachen Jugendförderung engagiert, erklärt den Hintergrund des Turniers vielmehr so: „Wir suchen Kinder, die Interesse am Tischtennis haben.“

Und die gibt es: 24 Mädchen und Jungen im Alter von neun bis zwölf treten an diesem Samstag in den drei Altersklassen gegeneinander an. Damit der Leistungsunterschied nicht zu groß ist, dürfen Kinder, die bereits in einer Mannschaft spielen, nicht zu Schläger und Ball greifen. Ganz ungeübt sind viele von ihnen dennoch nicht. Was zeigt, dass Tischtennis ein beliebter Freizeitsport ist. Wer glaubt, die kleinen Bälle würden nicht übers Netz, sondern kreuz und quer durch die Halle fliegen, sieht sich getäuscht. Der Tischtennisnachwuchs ist engagiert und konzentriert bei der Sache. Und Reinhard Rothe stellt zufrieden fest: „Die Kinder haben große Freude.“

Die Mini-Meisterschaften bilden einen Baustein bei den Bemühungen zur Nachwuchsförderung. Während der Verein mit sechs Mannschaften und dem Verbandsligateam als Flaggschiff im Erwachsenenbereich sehr erfolgreich unterwegs ist, klafft im Jugendbereich eine Lücke. Zumindest im Wettkampfbereich. Während die Trainingsgruppen aus allen Nähten platzen, gibt es in dieser Saison weder eine Schüler- noch eine Jugendmannschaft. Was sich alsbald ändert, hofft Reinhard Rothe: „Wenn wir die nötige Unterstützung der Eltern erhalten, werden wir ein bis zwei Mannschaften melden“, erklärt der Jugendtrainer, der nicht nur mit den Mini-Meisterschaften für den Tischtennissport wirbt. Ein Angebot an der Martini-Schule hat ebenfalls Früchte getragen und Tischtennis begeisterte Mädchen und Jungen in den Verein gebracht.

Damit an diesem Samstag niemand den Überblick an den acht Tischen verliert, halten Schiedsrichter und die Turnierleiter Matthias Kaltmeier und Dennis Seeger die Ergebnisse fest. „Die Kinder vergessen manchmal den Spielstand. Die Schiedsrichter erklären die Regeln und sorgen für einen vernünftigen Spielablauf“, berichtet Rothe.

Am Ende des vierstündigen Turniers stehen diese drei Nachwuchsspieler ganz oben auf dem Treppchen: Felix Schlegel (AK 1), Julia Alvers (AK 2) und Yavan Sithamparanatan (AK 3). Für Grevens frisch gebackene Mini-Meister geht es nun weiter zum Kreisentscheid. Bei erfolgreicher Teilnahme winkt ihnen im besten Falle die Teilnahme am Bundesfinale. Und vielleicht eine Karriere wie die von Bastian Steger.

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