Handball: Kreisliga
HF-Küken im Rampenlicht

Greven -

Mit erheblichen Personalsorgen plagen sich die Handballfreunde Reckenfeld/Greven vor dem Heimspiel gegen die HSG Preußen/Borussia Münster herum. Trainer Martin Halfmann steht nur ein sehr kleiner Kader zur Verfügung. Aus diesem Grunde sollen einige Akteure aus der A-Jugend ihre Chance bekommen, sich im Seniorenbereich zu beweisen. Reicht es dennoch zu einem Heimsieg?

Donnerstag, 13.12.2018, 18:00 Uhr
Maik Ruck fehlt im Aufgebot der Handballfreunde. Gelingt dennoch ein Heimsieg gegen den Tabellennachbarn?
Maik Ruck fehlt im Aufgebot der Handballfreunde. Gelingt dennoch ein Heimsieg gegen den Tabellennachbarn? Foto: Heidrun Riese

Beim aktuellen Stand der Ausfälle ist es kein Wunder, dass die Kreisliga-Männer der Handballfreunde Reckenfeld/Greven 05 die nahende Weihnachtspause herbeisehnen. Einmal aber müssen sie noch ran, und zwar am Samstagabend (Anwurf: 18.30 Uhr) in der Emssporthalle gegen die HSG Preußen/Borussia Münster.

Angesichts der langen Verletztenliste wäre es wahrscheinlich einfacher, die einsatzfähigen Spieler aufzuzählen. Martin Halfmann stehen nämlich nur neun zur Verfügung, von denen zwei Torhüter sind. Ihm fehlt neben Maik Ruck und Christoph Wallroth, die schon am vergangenen Wochenende während der 27:28 (15:12)-Niederlage beim TV Kattenvenne II wegen ihrer Fußprobleme die Segel streichen mussten, sowie den Langzeitausfällen auch noch der terminlich verhinderte Marco Redmer. Dadurch klafft eine noch größere Lücke im Rückraum als ohnehin schon. „Das ist superbitter“, sagt der Trainer. „So stellt sich die Mannschaft praktisch von alleine auf.“

Er hofft, für die letzte Partie des Jahres noch ein paar A-Jugendliche zu gewinnen, um seinen wenigen Spielern zwischendurch mal eine Verschnaufpause gönnen zu können. „Das wird auf jeden Fall die jüngste Mannschaft, die ich auf dem Platz hatte, seit ich in Greven bin.“

Dass eine Begegnung mit dem punktgleichen Verfolger ins Haus steht, der das HF-Team mit einem Sieg überholen würde, sorgt indes nicht für besondere Nervosität. „Ich sehe uns nicht unter Druck“, erklärt Halfmann. Aus einem einfachen Grund: „Obwohl wir zu Hause spielen, sind wir Außenseiter. So viele Ausfälle kann man einfach nicht kompensieren, da wäre ein Sieg schon eine Überraschung.“

Unter diesen Voraussetzungen spielt es für ihn auch nur eine untergeordnete Rolle, wie der Gegner aufgestellt ist. „Wir müssen erstmal sehen, was wir selbst abrufen können“, macht der HF-Coach deutlich, der natürlich trotzdem einen Blick auf die Tabelle geworfen hat. „Die HSG Preußen/Borussia ist aus der Bezirksliga abgestiegen und steht dafür relativ weit unten“, staunt Halfmann. „Aber man weiß ja nie, was sich da beim Personal getan hat. Vielleicht sind ein paar wichtige Spieler gegangen.“

Ganz egal, wie die Begegnung auch ausgehen wird – für den Trainer der Handballfreunde gibt es keinen Grund zu klagen. „Wenn wir das Spiel verlieren, schließen wir das Jahr mit 12:12 Punkten ab“, rechnet er vor. „Damit können wir hochzufrieden sein, das steht außer Frage.“

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6254928?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686793%2F
Nachrichten-Ticker