Sportlerwahl: C-Junioren Greven 09
Kein One-Hit-Wonder

Greven -

Die C1-Junioren des SC Greven 09 eilten im vergangenen Jahr im Prinzip von Erfolg zu Erfolg. Neben dem erstmaligen Aufstieg in die Landesliga feierten die jungen Nachwuchsfußballer auch noch den Gewinn des Kreispokals. Die Talentschmiede der 09-er arbeitet offenbar vorzüglich. Auch bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres rechnen sich die Grevener nun gute Chancen aus.

Dienstag, 08.01.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 15.01.2019, 14:46 Uhr
Die C-Junioren des SC Greven 09 – eine Erfolgsgeschichte. Im Jahr 2018 feierten die jungen Fußballer viele Siege und schafften unter anderem den Aufstieg.
Die C-Junioren des SC Greven 09 – eine Erfolgsgeschichte. Im Jahr 2018 feierten die jungen Fußballer viele Siege und schafften unter anderem den Aufstieg. Foto: Thiele

Das Fußballmärchen beginnt bei klirrender Kälte, Schneeregen und eisigem Ostwind. Greven fünf, Hiltrup eins. Fünfzueins! Die Trainer Timo Dusny und Jens Kurney sprechen von „überragenden zehn Minuten“, in denen ihre Schützlinge dem damaligen Tabellenzweiten mal flockig drei Dinger hintereinander einschenken.

Wir schreiben an jenem Samstagnachmittag noch haarscharf das alte Fußballjahr – doch irgendwie ist in diesem Moment schon zu erahnen, dass aus zehn Minuten in 2017 zwölf Monate in 2018 werden: Bezirksliga-Vizemeister, Landesliga-Aufsteiger, Kreispokal-Champion. Die C1 des SC Greven 09? Einfach überragend! „Es war phänomenal“, findet Jens Kurney. Und – im lokalsportlichen Sinne – historisch: Noch nie kickte eine Nullneun-Jugendmannschaft oberhalb der Bezirksliga.

Doch vermutlich denkt am 12. Mai in der Schöneflieth niemand als allererstes an irgendwelche Rekorde – nein, da ist es einfach nur ein großartiger Tag: Der Sommer im Anflug, die Mannschaft im Höhenflug – 3:2 gegen Eintracht Mettingen, Schlusspfiff um kurz nach vier. Der Rest ist grün-schwarz-weißer Pogo. Ein Team im Rausch der Vizemeisterschaft. Klar, sie hatten auch das Glück, dass Rang zwei ausnahmsweise sicher zum Aufstieg reichte. Ansonsten wäre die Niederlage gegen Preußen Münster II wenige Wochen zuvor vielleicht bereits das Ende aller Träume gewesen. Überhaupt, eine sichere Kiste war dieses Husarenstück von der Ems nie – doch macht es das nicht noch cooler? „Wir haben sehr viele Spiele nur ganz knapp gewonnen.“ In letzter Minute, mit einem Tor, manchmal nach der Hau-Ruck-Methode.

Womit freilich auch gleich die Grevener Kernkompetenz zum Vorschein kommt: „Wir sind eine echte Einheit.“ Natürlich könnte man die stabile Defensive loben. Gewiss besonders auf den Kapitän und unverzichtbaren Mittelfeld-Strategen Alex Wiethölter hinweisen, oder auf Torjäger Konstantin Schürmann.

Doch das Team ist hier der eigentliche Star. Auch in der neuen Saison: Fünfter zur Winterpause, dazu ganz frisch der Kreispokal-Triumph im Elferschießen – das sprengt alle Erwartungen. Einige der Aufsteiger verabschiedeten sich Richtung B-Jugend. Aber das Kollektiv funktioniert – auch mit neuem Personal.

Für Jens Kurney sind das die Früchte der nachhaltigen Nachwuchsarbeit im Verein: „Unsere Erfolge gehören allen Coaches, die die Jungs irgendwann mal trainiert haben.“ Viele Boygroups blieben ja One-Hit-Wonder – wie es aussieht, arbeiten sie bei Nullneun eher nach dem Rolling-Stones-Prinzip.  

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