Fußball: Interview mit Frank Rüschenschulte
Gänsehaut und klangvolle Namen

Das Sparkassen-Hallenmasters gehört zu den Highlights im Jahr. Davon ist auch Organisator Frank Rüschenschulte überzeugt.

Dienstag, 15.01.2019, 19:00 Uhr
Chef-Organisator Frank Rüschenschulte.
Chef-Organisator Frank Rüschenschulte.

Greven. Beim 27. Hallenmasters setzt Chef-Organisator Frank Rüschenschulte auf eine geballte Ladung Erfahrung – dennoch bleibt das Turnier für Nachwuchsfußballer ein absoluter Höhepunkt für den Grevener. Das macht er auch im Gespräch mit WN-Mitarbeiter Martin Weßeling deutlich.

Herr Rüschenschulte, wie alt sind Sie eigentlich?

Rüschenschulte: 50 – warum fragen Sie?

Na, weil das Turnier die 27. Auflage erlebt. Was sind Ihr ersten Erinnerungen an die Masters?

Rüschenschulte: Na ja, so lange lebe ich noch nicht in Greven. Aber in den zwölf Jahren, seit ich hier bin, gibt es natürlich vieles zu berichten – auch einige Höhepunkte.

Und zwar?

Rüschenschulte: Zum Beispiel, dass wir 2009 das Turnier gewonnen haben. Seinerzeit war ich Trainer der Truppe. Die prall gefüllte Halle, diese besondere Atmosphäre. Dann haben wir das Turnier auch noch gewonnen. Gänsehaut – das vergisst man nicht.

Zumal einige Stars von heute in ihren Kindertagen schon in Greven aufgelaufen sind.

Rüschenschulte: Das ist sicherlich so. Wir wollen noch ein Archiv aufbauen, um Zahlen und Namen zu erfassen.

Wäre anders herum ja auch schön, wenn die jungen Gäste die eine oder andere gute Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Rüschenschulte: So ist das ja auch. Es gibt Feedback, die Jungs bleiben oftmals in Kontakt. Das ist doch eine schöne Sache.

Dann lohnt sich der ganze Aufwand auch aus dieser Sicht?

Rüschenschulte: Da bin ich mir sicher. Darüber hinaus ist das natürlich eine große Sache. Und zwar für ganz Greven. Das Turnier macht die Stadt über seine Grenzen hinaus bekannt. Hier werden am Wochenende 88 Kids in 40 Gastfamilien untergebracht, Mannschaften mit klangvollem Namen kommen zu uns. Das ist schon was.

Da herrscht auch im Hause Rüschenschulte Ausnahmezustand.

Rüschenschulte: Normalerweise müsste man sich für die ganze Organisation zwei Monate lang freistellen lassen. Aber zum Glück gibt es ja viele Helfer und Unterstützer. Ohne sie ging es auch gar nicht. Aber es ist ja eben auch eine schöne Bestätigung für uns, das zu schaffen.

Was ändert sich sportlich in diesem Jahr?

Rüschenschulte: Wir haben – auf Wunsch vieler Bundesligavereine – den Spielplan umgestellt, um die zeitliche Belastung der Teams in Grenzen zu halten. Der Spielplan wurde entsprechend entzerrt und komprimiert, so dass die Mannschaften am Samstag nicht den ganzen Tag in der Halle verbringen müssen. Am Sonntags-Modus hat sich nichts geändert. Zudem spielen die Teams nun mit vier Feldspielern und einem Torwart. Es wird technisch interessanter. Das verspricht viele gute Spiele.

Wer gewinnt?

Rüschenschulte: Das ist schwer zu sagen. Vor allem die Bundesligisten kommen mit einem hohen Anspruch zu uns. Das ist auch in diesem Alter kein Breitensport mehr. Da ist es so gut wie unmöglich, eine Prognose zu wagen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6323275?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686793%2F
Nachrichten-Ticker