Tischtennis Verbandsliga
Die Show gehört dem Ersatz

Greven -

Die DJK tut sich mächtig schwer im Heimspiel gegen den TTC Datteln. Was auch dem fehlenden Stammpersonal geschuldet ist. Umso überraschender, dass ausgerechnet die Ersatzspieler diesem Abstiegskrimi die entscheidende Wende geben.

Montag, 04.02.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 04.02.2019, 11:48 Uhr
Während bei Max Haddick (Hintergrund) gegen Datteln wenig zusammen lief, besaß Reservist Peter Everding mit seinem Einzelsieg großen Anteil am richtungsweisenden 9:6-Heimerfolg.
Während bei Max Haddick (Hintergrund) gegen Datteln wenig zusammen lief, besaß Reservist Peter Everding mit seinem Einzelsieg großen Anteil am richtungsweisenden 9:6-Heimerfolg. Foto: th

Max Haddick gilt bei der DJK normalerweise als sichere Bank. Ebenso Stephan Bothe. Doch ausgerechnet im so richtungsweisenden Spiel gegen den TTC Datteln lief bei Grevens Schlüsselspielern am Sonntag wenig zusammen. Weil noch dazu mit Matthias Kaltmeier und Rajeevan Sithamparanathan zwei weitere Stützen des Verbandsligateams fehlten, sah es lange Zeit düster für die Grevener aus. Die Mienen hellten sich erst auf, als Spieler, die der Gastgeber selbst nicht auf der Rechnung gehabt hatte, das Ruder herumrissen und dreieinhalb Stunden nervenaufreibendes Tischtennis mit einem 9:6-Heimerfolg veredelten.

„Die sonst die Punkte sammeln, haben heute geschwächelt“, brachte es Reinhard Rothe am frühen Nachmittag auf den Punkt. Rothe, seit zwei Monaten außer Gefecht gesetzt, musste ebenso wie der Verletzte Matthias Kaltmeier tatenlos mitansehen, wie sich die auf zwei Positionen neu formierte DJK-Mannschaft mit dem Gast aus Datteln sichtlich schwer tat. Für die Dattelner, in dieser Saison ebenfalls vom Verletzungspech verfolgt, bot sich am Sonntag möglicherweise die letzte Gelegenheit, den drohenden Abstieg noch zu vermeiden. Lange Zeit sah es so aus, als würden sie diese Chance beim Schopfe packen. Noch dazu, weil Grevens Top-Spieler nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Zunächst unterlag Max Haddick in einem von insgesamt sechs Fünf-Satz-Krimis Dattelns Nummer zwei. Später, im direkten Duell der an Nummer eins gesetzten Spieler, ging nichts mehr. Entnervt verließ Haddick nach einem bitteren 1:3 den Tisch.

Auch Stephan Bothe wollte zunächst wenig gelingen. Sein erster Einzelauftritt blieb zwar bis zum Schluss umkämpft, für den Grevener jedoch ohne Ertrag. In seinem zweiten Spiel deutete der 0:2-Satzrückstand darauf hin, als würde Bothe an diesem Sonntag ohne Einzelsieg die Halle verlassen müssen. Doch dem Routinier gelang die Wende, indem er mit einem Kraftakt drei Sätze in Folge gewann und neben seinem Doppelerfolg mit Haddick einen weiteren wichtigen Punkt beisteuerte.

Spielentscheidend waren diesmal jedoch diese Auftritte: Milan Heidkamp, Grevens Nummer zwei, erlebten die Zuschauer so stark wie selten zuvor. Anders als Haddick rang er den Dattelner Spitzenspielern beide Punkte ab. Im Vergleich zur Hinrunde ebenfalls stark formverbessert präsentierte sich Sinan Incegoz. Angriffslustig und zugleich nervenstark brachte er ebenfalls zwei Einzelpunkte heim.

Und schließlich waren da noch die Glanzmomente von Peter Everding und Torsten Radke. Die beiden Ersatzspieler ließen am Sonntag keinen Klassenunterschied erkennen. Everding gewann zunächst sein vorgezogenes zweites Einzel glatt mit 3:0 und verhalf seiner DJK zu einem wichtigen psychologischen Vorteil. In seinem anderen Einzel verpasste er nur knapp einen weiteren Erfolg. Der Verbandsligaerfahrene Radke setzte noch einen drauf. Einem 3:0-Sieg ließ er ein 3:1 folgen. Es war zugleich der entscheidende neunte Punkt, der den Grevener Zittersieg unter Dach und Fach brachte.

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