Schwimmen: Sprinterpokal beim TVE Greven
Das ist die perfekte Welle

Greven -

Der Sprinterpokal des TVE Greven blickt uf eine lange Tradition zurück. Staub hat der Schwimm-Wettkampf gleichwohl nicht angesetzt. Ein neuer Teilnahmerekord und viele gute Resultate Grevener Athleten lassen den TVE frohlocken.

Mittwoch, 13.02.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 18.02.2019, 13:13 Uhr
Sie brachten das Wasser im Grevener Hallenbad mächtig in Wallung: Die teilnehmenden Schwimmer beim Sprinterpokal des TVE.
Sie brachten das Wasser im Grevener Hallenbad mächtig in Wallung: Die teilnehmenden Schwimmer beim Sprinterpokal des TVE. Foto: Bamberg

Bräuchte es einen Soundtrack für diesen Sonntag, wäre Juli im Februar wohl passend. Sprinterpokal, 32. Ausgabe – oder: Das ist die perfekte Welle! Und der perfekte Tag: „Das größte Teilnehmerfeld seit mindestens zehn Jahren“, vermeldet Mitorganisator Jan Kleimeier glücklich. „Ältere Statistiken hatte ich nicht.“ Kleimeiers persönliche erste Begegnung mit dem Kult-Wettkampf ist inzwischen längst erwachsen: „Das war vor 22 Jahren…“

Und klar, es gibt sie auch 2019, die Frischlinge, die hier ihr allererstes Rennen erleben: Mika Hellmann und Theresa Runge debütieren für den TVE. Vor heimischer Kulisse – besser geht’s nicht.

Es ist das übliche Dampfsauna-Ambiente im Hallenbad; dazu gleich noch ein Klassiker der deutschen Popmusik: Wassertemperatur 27 Grad – doch es wird noch heißer!

Vormittags bereits doppeltes Grevener Edelmetall: Bronze über die 4x50-Meter-Freistil der Damen, Gold für die Männer über die gleiche Distanz. Die Rekorde allerdings purzeln bei den Einzelstarts: fast 300 Athleten, rund 1200 Starts insgesamt, ein bisschen Kirmes am Beckenrand. „Aber Schwimmer sind da zum Glück sehr diszipliniert“, weiß Sabine Meyer. Die langjährige Chefin der Zahlen und Daten tippt heute so viele Ergebnisse wie selten in ihren Rechner. Gleichwohl schnappt auch sie die einzigartige Atmosphäre auf: „Im Wasser sind wir Konkurrenten, aber außerhalb Freunde.“

Die flotten Sprüche nach dem Fehlstart („Aller guten Dinge sind zwei!“), das wärmende Augenzwinkern inmitten der kaltherzigen Stoppuhren. Und riesige Portionen Nudelsalat.

Bleibt noch eine Frage zum Ende: Na, wie ist die Lage? Die Königsdisziplin am späten Nachmittag: 50 Meter Rücken, 50 Schmetterling, 50 Brust, 50 Freistil. Der Moment, in dem TVE-Trainerin Margitta Tollkühn und ihre Kollegen orthopädisch derart bedenklich über dem brodelnden Wasser hängen, dass Horst Schlämmer gleichzeitig Rücken und Kreislauf bekäme.

Und schon geht sie ab, die wilde Fahrt! Für den Gastgeber mit Kim Kleimeier, Hanna Grabbe, Malin Machate und Lucy Springensguth, die auf dem zweiten Streckenabschnitt haarscharf von der SG Sendenhorst kassiert werden – Silber!

Silber? Das würde die TVE-Herrenstaffel womöglich bereits als kleine Enttäuschung verbuchen: Die ewigen Rivalen aus Dülmen müssen personell nämlich improvisieren – und in der Tat, ab der zweiten Position schwimmen Jan Kleimeier, Damian Kucuran, Max Schülling und Niels Albrecht dieses Rennen von vorne weg nach Hause. Der TVE macht die Pace – auch in der Gesamt-Mannschaftswertung. Hut…pardon: Badekappe ab!

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Am 32. Sprinterpokal des TVE haben 28 Schwimmer des Ausrichters teilgenommen. 13 Mal gewannen sie in ihrem Jahrgang das Einzelrennen, 17 Mal belegten sie Platz zwei, 16 Mal Platz drei. Den TVE-Athleten gelangen 69 Bestzeiten bei 105 Starts.

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