Fußball: Kreisliga B
Mitten ins Gesicht getroffen

Reckenfeld -

2:5 bei Emsdetten 05 – diese deftige Klatsche hat bei den Fußballern des SC Rekenfeld deutliche Spuren hinterlassen. Neben der schlechten Wintervorbereitung bemängelte Trainer Julian Lüttmann zuletzt auch die Einstellung in Teilen seines Teams. Lüttmann stellt die Charakter-Frage und appelliert an seine Schützlinge, die nächsten Partien mit der vollen Konzentration anzugehen.

Freitag, 22.02.2019, 16:00 Uhr
Den SCR-Fußballern weht ein eisiger Wind entgegen. Nach einer äußerst durchwachsenen Wintervorbereitung befürchtet Trainer Julian Lüttmann (li.) Schlimmes.
Den SCR-Fußballern weht ein eisiger Wind entgegen. Nach einer äußerst durchwachsenen Wintervorbereitung befürchtet Trainer Julian Lüttmann (li.) Schlimmes. Foto: Weßeling

Ein Faustschlag kommt selten allein. Eine Weisheit – eigentlich wie gemalt für einen alten Western-Klassiker mit Bud Spencer in der Hauptrolle. Heute und in dem folgenden sportlichen Zusammenhang passt der Slogan allerdings genau so gut. Die Fußballer des SC Reckenfeld haben nämlich zum Auftakt in die restliche Punktspielserie ganz schön eine gewischt bekommen. 2:5 bei Emsdetten 05 – das tat weh. Zumal Trainer Julian Lüttmann befürchtet, dass es in den kommenden Wochen nicht bei einem blauen Auge bleiben wird.

„Für mich kam das eigentlich nicht überraschend. Was den zweiten Platz angeht, müssen wir uns jedenfalls derzeit gar keine Hoffnungen machen. Wir müssen eher mal überlegen, wie wir überhaupt mal wieder ein Spiel gewinnen wollen.“ Zack, Puff, Knuff – dieser Treffer in Richtung der eigenen Mannschaft dürfte auch gesessen haben. Julian Lüttmann wundert sich nämlich weniger über eine erstarkte Konkurrenz in der Kreisliga B, er ärgert sich vielmehr über eine absolut desaströse Wintervorbereitung. „Wir haben miserable Begleiterscheinungen mit unseren Plätzen, die wir im Winter kaum betreten können. Aber es geht eben auch darum, diese Bedingungen anzunehmen und trotzdem zu kommen und alles zu geben. Auch, wenn es auf einen gefrorenen Ascheplatz oder in die Soccerhalle geht“, moniert Lüttmann die Einstellung innerhalb seines Kaders.

Im Prinzip mit gut 27 Akteuren breit aufstellt, konnten die Reckenfelder ihre drei Testspiele in den vergangenen Wochen gerade mit elf Spielern bestreiten – sie konnten kein einziges gewinnen. Das sind keine guten Voraussetzungen, um topfit in die Rückrunde zu starten und Platz zwei anzugreifen. Lüttmann: „Klar, wir haben natürlich auch die üblichen Probleme mit Krankheit, Verletzungen oder anderen Dingen wie Beruf und Urlaub. Doch letztendlich muss sich jeder überlegen, ob er bei einer Mannschaftssportart wie Fußball richtig ist. Es geht ja auch darum, sich in den Dienst der Truppe zu stellen. Wenn das nicht so ist, sollte man eine Einzelsportart betreiben“, appelliert der SCR-Coach auch an die Einstellung seiner Schützlinge, um das sportliche Tal wieder zu verlassen. Die Formel, die Julian Lüttmann dabei wählt, ist dabei recht simpel: „Wenn wir 100 Prozent geben in Sachen Konzentration und Einsatzwille, dann wird es schwer, uns zu schlagen. Wenn wir diese 100 Prozent nicht erreichen, wird es dagegen schwer, überhaupt ein Spiel zu gewinnen.“

Zu welcher Leistung die Reckenfelder an diesem Wochenende in der Lage sind, wird sich am Sonntag zeigen. Es geht gegen den 13. Germania Hauenhorst 2.  

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