Fußball: Bezirksliga
De Zoch kütt!

Greven -

Eine Auswärtsfahrt, ach was, eine Lustreise! Greven 09 überrollte den VfL Wolbeck nach allen Regeln der Fußballkunst. Dank der vielleicht besten Saisonleistung nimmt Andreas Sommers Team wieder Kontakt zur Ligaspitze auf.

Sonntag, 03.03.2019, 13:46 Uhr aktualisiert: 06.03.2019, 15:14 Uhr
Erlebnis-Fußball in grün-schwarz-weiß: Beim 7:1 in Wolbeck zeigten die Nullneuner ihre vielleicht beste Saisonleistung.
Erlebnis-Fußball in grün-schwarz-weiß: Beim 7:1 in Wolbeck zeigten die Nullneuner ihre vielleicht beste Saisonleistung. Foto: Stefan Bamberg

Wer die Auswärtstour zum Stadion am Brandhoveweg von Münster City aus mit dem Rad zurücklegt, durchquert unter anderem das idyllische Blaukreuzwäldchen zwischen Angelmodde und Wolbeck. Andreas Sommer und seinen motorisiert angereisten Nullneunern ist dieses Naturerlebnis am Samstag zwar verwehrt geblieben. Eine echte Lustreise erlebten sie dennoch. Und auf dem Rasen, der die Welt bedeutet, ist‘s eine wilde Fahrt gewesen: 7:1 (4:0) – Greven 09 überrollt den VfL Wolbeck. Oder: De Zoch kütt!

De Zoch kütt: Greven 09 überrollt den VfL Wolbeck

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Für die Gastgeber hingegen steht die ganze Kiste schon optisch unter einem denkbar schlechten Stern: Der VfL spielt hier in nahezu königsblau – was ja derzeit noch weniger erfolgsversprechend ist als sonst. Und es dauert keine zwei Minuten, da sind sie zum ersten Mal nur Zweikampfsieger der Herzen: Ballgewinn, Steilpass, Patrick Fechtel ist unterwegs, schießt aus spitzem Winkel – Außennetz! Oder? Fünf Sekunden betretene Stille, dann großes Gejohle – ein Tor wie ein schlüpfriger Witz beim Kfd-Karneval.

Überhaupt die Narretei: Wir wollen niemandem zu nahe treten, vermutlich haben die Wolbecker schlicht einen maximal beschissenen Tag erwischt, wie er halt immer mal vorkommen kann. Aber das sind schon irrwitzige Kapriolen, die sie heute schlagen: 20. Minute, völlig unbedrängter Lapsus bei der Ballannahme, Kriwet zieht los mit ganz großen Schritten – und keiner fasst dem Nic von hinten an die Schulter. Polonäse, 2:0!

Weiter geht’s auf der grün-schwarz-weißen Party-Playlist: Wieder Kriwet, diesmal mit Krawumm an die Latte (25.). Philipp Kraus im Fallen, gehalten (27.). Nun aber Fechtel aus Nahdistanz – jetzt ist er drin! Und nach nicht mal einer halben Stunde kannste eigentlich nach Hause gehen.

In Wolbeck war just der geradezu legendäre Ziegenbocksmontag (ZiBoMo) – Sportskamerad Kriwet hat sich retrospektiv ein entsprechendes Bärtchen wachsen lassen, und zeigt kurz vor der Pause noch mal die Hörner: 4:0, nachdem die vermeintlichen Hausherren auch den nächsten Diagonalpass nicht verteidigt kriegen. Das nächste blaue Auge schon vorm Veilchendienstag, au Backe. Aber, da darf man ruhig mal klatschen: All das ist auch einfach wunderbar rauskombiniert.

Grevener Erlebnis-Fußball, vielleicht der beste Auftritt der Truppe in dieser Saison – mit Ausnahme der ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff. Da fällt das 1:4 (55.) und dem Sommer-Musi kurz die Kinnlade runter – dann jedoch spielt wieder selbige: Flanke Kraus, Volley Lakenbrink, und Wolbecks (ansonsten schuldloser) Schnapper erweckt in dieser Szene den Eindruck, als hätte er beim ZiBoMo Schweine zugeritten – sowas von voll durch die Hosenträger, 5:1.

Wenig später pariert er freilich überragend gegen den eingewechselten Henning Schultze-Ueberhorst, aber zweiter Versuch – und dann bringt Elias Bodin die heutige blau-weiße Misere irgendwie ungewollt auf den Punkt: Bong!, Eigentor, und was für eins (67.)!

Das war’s aber immer noch nicht: 80., Emre Kücükosman hat auch noch mal das pralle Leben vor und wieder keinen Gegenspieler um sich – Lupfer, Nummer sieben. Alaaf und Helau!

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