Handball: Kreisliga
Trainer verzweifelt gesucht

Saerbeck -

Die Handballerinnen des SC Falke Saerbeck begeben sich auf Trainersuche. André Buhla legt sein Amt nach Beendigung der Saison nieder. Nun haben die Falken jedoch erhebliche Mühe, den Posten neu zu besetzen. Der heimische Kreisligist hofft jedoch auf eine baldige Erfolgsmeldung, ansonsten müsste die Mannschaft notgedrungen ohne Übungsleiter in die neue Spielzeit gehen.

Montag, 04.03.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 11.03.2019, 11:50 Uhr
Die Saerbecker Handballerinnen sind eine bunte, gut gelaunte Truppe. Nur ein Trainer fehlt noch.
Die Saerbecker Handballerinnen sind eine bunte, gut gelaunte Truppe. Nur ein Trainer fehlt noch. Foto: Heidrun Riese

In diesen Tagen verkünden viele Mannschaften, mit welchen Trainern sie in die neue Saison gehen. Währenddessen sind die Kreisliga-Handballerinnen des SC Falke Saerbeck noch immer auf der Suche nach einem Nachfolger für ihren scheidenden Coach.

Es sind zeitliche Gründe, aus denen André Buhla seinen Posten in der Klimakommune aufgeben muss. „Es hat mir hier viel Spaß gemacht“, betont er und wüsste seine Schützlinge gerne in guten Händen.

Die beschreiben sich selbst als „gute gelaunte, bunt gemischte und ehrgeizige Truppe, die Spaß am Sport hat und bei der Teamgeist ganz groß geschrieben wird“. Eigentlich beste Voraussetzungen für die Trainersuche, die bislang jedoch ohne Erfolg verlief. Sie haben es bereits über Kontakte probiert und einen Aufruf über Facebook gestartet, doch noch konnten die Falke-Frauen keinen neuen Coach finden.

Warum ist das so schwierig? „Das ist es überall“, sagt Außenspielerin Sarah Plogmaker mit Blick in die Nachbarschaft. „Vielleicht ist das so, weil wir keine Herrenabteilung haben“, überlegt Kreisläuferin Jessica Nienaber. „Auch im Frauenbereich sind es meistens Männer, die die Mannschaften trainieren – und die kommen oft aus den eigenen Reihen.“

Dabei ist es den Saerbeckerinnen ganz egal, ob ein Mann oder eine Frau an der Seitenlinie steht. „Hauptsache, unser neuer Trainer hat Bock auf Handball und bringt Ahnung mit“, meint Rückraumspielerin Maria Grüter. „Sie oder er sollte auch ein Teamplayer sein.“ Denn wie gesagt: Der Mannschaftsgeist wird bei den Falke-Frauen groß geschrieben.

Und weil alle an einem Strang ziehen, hat der Trainer mit der Organisation gar nicht so viel Arbeit, versprechen die Spielerinnen. Mannschaftsfahrt, Weihnachtsfeier, Kirmesgang und die Teilnahme am Beachcup der Handballfreunde Reckenfeld/Greven 05 sind also praktisch Selbstläufer. „Wir haben viel Spaß zusammen“, sagt Grüter. „Aber wenn ein Spiel ist, dann konzentrieren wir uns voll und ganz darauf. Dann ist nur Handball angesagt.“

Was die Zeiten angeht, sind die Falke-Frauen übrigens flexibel. Aktuell treffen sie sich immer dienstags und donnerstags jeweils um 20 Uhr in der Sporthalle, um sich auf ihre Punktspiele vorzubereiten. Diese finden oft an Sonntagen statt, dem Familientag. Was für den neuen Trainer aber keine Hürde darstellen soll. „Wir finden immer eine Lösung, wenn sie oder er mal keine Zeit hat“, sagt Grüter. „Die Trainingszeiten könnten wir im Zweifelsfall auch ändern.“

Wer die Falke-Frauen übernimmt, darf sich auf eine Mannschaft freuen, die voll und ganz hinter ihrem Verein steht. Alle der 19 bis 28 Jahre alten Spielerinnen sind Eigengewächse oder schon seit vielen Jahren in Saerbeck am Ball. „Wir stellen auch in der nächsten Saison wieder eine schlagkräftige Mannschaft“, betont Maria Grüter. Um sie zu komplettieren, fehlt eben nur noch ein Trainer.

Wer die Falke-Frauen einmal in Aktion erleben möchte, hat nach dem spielfreien Karnevalswochenende die Gelegenheit dazu. Am 10. März (Sonntag, Anwurf: 18 Uhr) treten sie beim SC Hörstel in der Harkenberghalle an.

Das nächste Heimspiel bestreiten die Saerbecker Handballerinnen dann am 17. März (Sonntag, Anwurf: 18 Uhr) gegen den VfL Eintracht Mettingen.

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