Tennis: TC RW Greven
Sport für die ganze Familie

Greven -

Spielerisch Tennis lernen – unter diesem Motto wirbt der TC RW Greven um den Nachwuchs.

Freitag, 03.05.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 16:34 Uhr
Ihre ersten Schläge mit dem Tennis-Rack machten die Grundschüler auf der Anlage des TC RW Greven. „Jeder kann Tennis lernen“, war das Credo der Veranstaltung.
Ihre ersten Schläge mit dem Tennis-Rack machten die Grundschüler auf der Anlage des TC RW Greven. „Jeder kann Tennis lernen“, war das Credo der Veranstaltung. Foto: Stefan Bamberg

Mama, Papa, Hund – alle da heute! Heidi Jennert blickt fröhlich in diese frühsommerliche Kulisse: „Tja“, lächelt die Vize-Chefin des TC RW Greven, „Tennis ist eben ein Sport für die ganze Familie.“ Und deren jüngste Mitglieder sind ab sofort mittendrin, statt nur dabei – denn: 49 Kids aus allen städtischen Grundschulen spielen in der Kroner Heide zum allerersten Mal Tennis.

Sie durchlaufen den Trainings-Parcours der Akademie „Best-of-five“ – deren Headcoach Szymon Seifert erklärt, wie’s geht: Aufwärmspiele, Station eins. Ballgefühl ohne Schläger, Station zwei. Ballgefühl mit Schläger, die drei. Die ersten Versuche übers Netz, vier und fünf. Hinter (fast) jeder Übung versteckt sich ein Ziel: Linienfangen zum Warmmachen, um ein Gespür für die Court-Maße zu bekommen. Prellübungen, um das Sprungverhalten des Spielgeräts kennenzulernen. „Voll leicht“, findet ein Knirps im BVB-Trikot.

Aber wenn Tennis einfach wäre, hieße es ja Fußball. Und so braucht er doch ein paar Minuten, bis er die angekündigten 20 Wiederholungen packt. Es ist eine bunte Trainingsgruppe: Jungs im Greven-09-Outfit, Mädchen mit Bibi&Tina-T-Shirt – und ein kleiner Björn Borg, seinem Stirnband nach zu urteilen. „Jede und jeder kann Tennis lernen“, ermutigt Seifert. „Ideal ist es, mit vier bis sechs Jahren anzufangen.“

Seine Kollegen und er wissen, worauf es beim Üben mit kleinen Rasselbanden ankommt: „Wir müssen perfekt vorbereitet sein – und flexibel, weil die Kinder in unterschiedlichem Tempo Fortschritte machen.“ Und manchmal braucht’s auch eine klare Botschaft: Grevens Björn Borg hat nämlich – wenngleich er sonst schon ziemlich gut zockt – den Ball mit Bärenkräften über die Hecke gehauen: „Locker zuspielen war die Ansage“, mahnt der Übungsleiter – und schickt ihn in die Botanik. Doch auch das gehört dazu: auf Trainer hören, aus Fehlern lernen, sich in eine Mannschaft einfügen. „Obwohl Tennis im Wettkampf oft ein Einzelsport ist, steht der Teamgeist gerade beim Training im Mittelpunkt“, weiß Natalie Leppen von „Best-of-five“.

Gemeinsame Sieges-Freude als doppelte Freude zu begreifen, aber auch Größe in der Niederlage zu zeigen – das erfahren die Kids hier, betont auch Heidi Jennert: „Schon dafür lohnt sich das Mitmachen in einem Sportverein.“ Von ihr aus natürlich sehr gerne bei Rot-Weiß, wo die Größe der Nachwuchsabteilung zuletzt oft einer Wundertüte glich: „Ein Auf und Ab“, berichtet Jennert.

Die größten Talente verlassen den selbst ernannten Breitensport-Klub für gewöhnlich irgendwann, manche gehen woanders studieren. In Kooperation mit Leppens Akademie wollen sie nun bereits Grundschüler begeistern: Für eine Sportart voller Spannung, Geschwindigkeit und Finesse, die zu ihren Glanzzeiten eine ganze Nation an die Fernseher fesselte – die Geschichten schrieb, von „unserer Steffi“ oder einem 17-jährigen Leimener.

Nun, ganz so weit ist‘s noch nicht: Björn Borg und seine beiden Kumpels trotten ziemlich geschafft, aber fröhlich Richtung Trinkpause. „Klasse gemacht“, ruft ihnen der Coach hinterher. Aber Stopp – noch was vergessen: „Jungs! Bitte die Bälle einsammeln.“

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