Fußball: Bezirksliga
Dabei statt mittendrin

Greven -

In zwei Wochen fährt Greven 09 zum Auswärtsspiel nach Burgsteinfurt. Dann könnte Andreas Sommers Mannschaft noch mal entscheidend in den Aufstiegskampf eingreifen. Jedoch werden sie nach dem gestrigen 0:3 in Recke dann nur noch dabei, aber nicht mehr mittendrin sein. Und das kam so.

Sonntag, 05.05.2019, 20:04 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 16:34 Uhr
Julian Höfker (in grün) und der SC Greven 09 verloren das Auswärtsspiel beim TuS Recke mit 0:3. Andreas Sommers Team versuchte aus der unterdurchschnittlichen Gesamtsituation das Beste zu machen – war von etwas Zählbarem aber doch weit entfernt.
Julian Höfker (in grün) und der SC Greven 09 verloren das Auswärtsspiel beim TuS Recke mit 0:3. Andreas Sommers Team versuchte aus der unterdurchschnittlichen Gesamtsituation das Beste zu machen – war von etwas Zählbarem aber doch weit entfernt. Foto: Sven Thiele

Mit dem Landesliga-Aufstiegskampf hat Greven 09 mutmaßlich immer noch was zu tun. In zwei Wochen steht nämlich die Reise zum aktuellen Tabellenführer SV Burgsteinfurt auf dem Programm. Der Haken an der ganzen Sache ist einzig, dass sie dann nur noch dabei, aber nicht mehr mittendrin sein werden. So viel ist seit gestern klar. Auch gegen den TuS Recke war Andreas Sommers Mannschaft von einem Sieg weit entfernt – mit einer 0:3-Auswärtsniederlage ging die Tour Richtung niedersächsische Grenze zu Ende. Gar nichts neu macht der Mai. „Wir gehen gerade einfach auf dem Zahnfleisch“, konstatiert der Trainer nüchtern.

Und in der Tat war es für Nullneun ein Nachmittag wie eine Parodontose: Zunächst sah‘s gar nicht so schlimm aus – aber mit der Zeit ergaben sich Lücken. „Anfangs waren wir ganz ordentlich im Spiel“, berichtete Sommer von einer ausgeglichenen Startphase im Fürstenbergstadion. In der es – wie das oft so ist in solchen erst mal engen Partien – eine Standardsituation richten musste: 28. Minute, scharf getretener Freistoß – und an die Murmel kommt kein Recker Recke, sondern Grevens Youngster Luca Stegemann. Drin, 0:1. „An sich ein schönes Kopfballtor“, sagt Sommer, etwas ironisch – aber nicht spöttisch. Sowas kann passieren. Und der Coach klingt nach dem Spiel wie einer, der einsieht, dass die Saison jetzt einfach irgendwie gelaufen ist.

Dennoch versuchten seine Mannen, das Beste aus dieser gerade unterdurchschnittlichen Gesamtsituation rauszuholen: Julian Loose und Emre Kücükosman vergaben zwei Chancen zum Ausgleich. Hinten waren sie Sekunden vor dem Pausenpfiff allerdings nicht auf der Höhe – da führte der TuS den Ball nach einem Allerweltsfoul sehr zügig aus, ruckzuck ging das – und Rene Heeke markierte ganz allein vor Luca Dömer das 2:0.

„Danach“, notierte Sommer sachlich-aufgeräumt, „hat beim einen oder anderen sicherlich auch der Glaube gefehlt, es noch umbiegen zu können.“ Erst recht nach dem dritten Gegentreffer, der bereits kurz nach Wiederanpfiff fiel (48.).

Was in der restlichen zweiten Halbzeit noch passierte, wird es vermutlich eher in kein Bezirksliga-Geschichtsalbum schaffen. Eine negative Randnotiz war einzig noch die Rote Karte, die Emre Kücükosman wegen Nachtretens kassierte (90.).

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6590830?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686793%2F
Nachrichten-Ticker