Mitgliederversammlung bei der DJK BW Greven
Von Gefühlen und Zahlen

Greven -

Stephan Bothe bleibt für zwei weitere Jahre Präsident der DJK. Im Rahmen der Mitgliederversammlung werden die Führungsmannschaft bestätigt und die Finanzsituation diskutiert. Ein DJK-Mitglied steht besonders im Mittelpunkt.

Montag, 27.05.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 28.05.2019, 14:31 Uhr
Alt und neu: Stephan Bothe, Wolfgang Block und Christian Mennewisch (v.l.) bleiben im DJK-Präsidium, Christian Ahrend (r.) stößt neu hinzu. Michael Fitting grüßt in Abwesenheit.
Alt und neu: Stephan Bothe, Wolfgang Block und Christian Mennewisch (v.l.) bleiben im DJK-Präsidium, Christian Ahrend (r.) stößt neu hinzu. Michael Fitting grüßt in Abwesenheit. Foto: Stefan Bamberg

Damals, glauben sich einige der damals Anwesenden noch vage zu erinnern, habe sie einen Kochlöffel mitgebracht. 2005 war das, als bei der DJK Greven eine gefühlt ewige Ära zu Ende ging: Eine alteingesessene Vorstands-Riege machte Platz für einen bis dahin selten gesehenen Umbruch – und für eine Frau: für die erste überhaupt, die Vorsitzende eines Grevener Sportvereins wurde. Ob das mit dem Kochlöffel ein Fall von leicht verunglückter Symbolik war oder ein wirklich starkes Zeichen war – ganz ehrlich, daran erinnert sich Ingrid Berkemeier heute selbst nicht mehr so genau. Was freilich nicht schlimm ist – weil von ihr eben deutlich mehr im Gedächtnis bleibt als diese mutmaßlich leicht ulkige Staffelübergabe von dereinst: „Du bist ein Gesicht des Clubs“, resümiert Laudator Sven Thiele, bevor der Saal riesigen Applaus, ach was, sitzende Ovationen spendet. Für Berkemeier, die – deswegen vielleicht der Kochlöffel? – bei unzähligen Großveranstaltungen vor, während und auch nach ihrem Vorstandsengagement das Catering managt(e). Die gute Ideen und freundliche Worte für alles und jeden übrig hat(te). Die aber zu Amtszeiten auch knallhart verhandeln und umsichtig umsetzen konnte. Und die die Nerven behielt, wenn die Herren sich nicht einigen konnten. „Der Bau unseres Sport-Centrums ist eng mit Deinem Namen verknüpft“, unterstreicht Thiele, ihr langjähriger Mitstreiter. Die Ernennung Berkemeiers zum Ehrenmitglied – sie ist ohne Frage der Moment der großen Gefühle bei dieser sonntäglichen Jahreshauptversammlung.

Vorher regieren die nüchternen Zahlen – positive wie leicht umstrittene. Uneingeschränkte Freude kommt auf ob der stetig – und gegen den sonstigen Trend – ansteigenden Mitgliederzahlen auf aktuell 1339.

Keine Begeisterung, aber doch wenigstens Optimismus beim Ziel, die restlichen Verbindlichkeiten abzubauen: Diese resultieren insbesondere aus den Bauvorhaben der jüngeren Vergangenheit, von Tenniscourts bis Mehrzweckräumen. Über 700000 Euro hat die DJK in den vergangenen elf Jahren investiert.

Kontroversen freilich bei der Frage, wie genau das gelingen soll: Per Präsidiumsbeschluss erhöht der Club zum 1. Juli den Mitgliedsgrundbeitrag um einen Euro – wovon einige Abteilungsleiter nach eigenem Bekunden jedoch äußert kurzfristig erfahren hätten. Präsident Stephan Bothe gelobt Besserung – und argumentiert in der Sache: „Wir sollten da etwas selbstbewusster sein – und auch betonen, was wir unseren Mitgliedern für ihr Geld bieten.“ Ein XXL-Portfolio nämlich von Fußball bis Tanzen, eine Top-Infrastruktur, bald sogar noch einen weiteren Veranstaltungsraum in der Emsaue.

Das Präsidium bei der DJK bleibt dabei einstimmig im Amt: „Zustände wie im Sozialismus“, frotzelt Wahlleiter Stefan Kipp. Konkret heißt das: Grünes, respektive blau-weißes Licht für weitere zwei Jahre mit Bothe an der Spitze. Weiter Bock auf Wolfgang Block.

Wiederwahl auch für Christian Mennewisch und Michael Fitting. Und ein großes Hallo für Tennis-Experte Christian Ahrens, der den Karriereschritt vom Sommerturnier-Helfer in die Chefetage wagt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6642202?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686793%2F
Nachrichten-Ticker