Serie: Ich packe meine Sporttasche...
Karate: Das Gi ist besonders wichtig

Greven -

... und nehme mit. Was braucht man eigentlich für welchen Sport? Wie teuer ist die ganze Ausrüstung? All diese Fragen stellen sich, wenn man mit einer neuen Sportart beginnt. Diese Serie soll möglichst diese Fragen beantworten und einen Einblick in die Sporttasche der Sportler geben.

Donnerstag, 01.08.2019, 16:08 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 16:20 Uhr
Noah und Phillipp Aßmuth in ihren Karate-Anzügen.
Noah und Phillipp Aßmuth in ihren Karate-Anzügen. Foto: Melina Laubrock

„Der Karateanzug, auch Gi genannt, ist für die Kinder besonders wichtig“, berichtet Trainer Michael Surkau (38) vom TVE Greven, der 2018 selbst Vizemeister im Freikampf bei den deutschen Meisterschaften in Ostbevern wurde.

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Kinder eher nicht zum Training kommen oder nur zusehen, wenn sie den Anzug irgendwo vergessen haben oder er noch nicht trocken ist.“

Neulinge können aber zunächst mit einem normalen T-Shirt und einer Trainingshose am Training teilnehmen, um den Sport kennenzulernen. Relativ schnell legen sich die meisten Kinder dann aber auch einen Karateanzug (Gi), der aus einer Hose und einer Jacke besteht, mit einem weißen Gürtel (Obi) für circa 25 bis 30 Euro zu.

Vom weißen bis zum braunschwarzen Gürtel

Nach jeder erfolgreich absolvierten Gürtelprüfung muss ein andersfarbiger Gürtel für circa fünf bis zehn Euro gekauft werden. Die Reihenfolge der Gürtel sieht folgendermaßen aus: weiß, gelb, orange, grün, blau/violett, blau, braun schwarz.

Ab dem grünen Gürtel benötigen die Karateka darüber hinaus Faustschützer, die sie vor Verletzungen schützen sollen. Dieser kostet ungefähr zehn bis 15 Euro.

Wenn ein Karateka nun auf Turnieren im sogenannten Freikampf startet, darf er ab 16 Jahren - zusätzlich zu den verpflichteten Faustschützern - noch einen Zahnschutz, Brustschutz und Tiefschutz tragen, sofern er das möchte. Der Kostenpunkt für die Schützer beläuft sich auf circa 15 bis 20 Euro.

Ursprüngliche Kampfkunst

Karate ist ursprünglich eine Kampfkunst, die ausschließlich zur Selbstverteidigung eingesetzt wurde. Während des Trainings und auch im Wettkampf werden die Bewegungen, wie zum Beispiel Fuß- und Fauststöße, heutzutage bereits vor dem Aufschlag abgestoppt. Übersetzt aus dem Japanischen heißt Karate übrigens so viel wie „Weg der leeren Hand“. Das macht deutlich, dass keine Waffen benötigt werden.

Training am Freitag

Die beiden Schüler Noah und Phillipp Aßmuth trainieren außerhalb der Ferienzwei Mal wöchentlich, immer dienstags und freitags von jeweils 18 bis 19 Uhr im Rahmen des Kindertrainings der acht bis 13-jährigen des TVE Greven.

„In dieser Gruppe wird noch kein Freikampf trainiert, da die Techniken und Bewegungen der angehenden Karateka noch zu ungenau und unkontrolliert sind“, betont Surkau.

Beide Jungen haben erst im letzten Dezember bei einem Anfängerkurs mit Karate angefangen und sind bis jetzt dabei geblieben. „Das erste Ziel der gesamten Trainingsgruppe ist es natürlich, den gelben Gürtel zu bekommen“, erzählt Surkau.

Zum Thema

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